Damen: Starker Auftakterfolg!Die Danas haben ihr Auftakmatch in Hamburg gegen Korea 3:1 (1:1) gewonnen

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Damen: Starker Auftakterfolg!

Die Danas haben ihr Auftakmatch in Hamburg gegen Korea 3:1 (1:1) gewonnen

Die deutschen Hockey-Damen haben beim Vier-Nationen-Turnier auf der Anlage des Hamburger Polo Clubs einen Auftaktsieg gefeiert. Gegen Korea, auch im olympischen Hockey-Turnier Gegner des deutschen Teams in der Vorrunde, gelang ein spät herausgeschossener, aber verdienter 3:1-Sieg (1:1). Die nächste Partie bestreitet der Olympia-Kader von Bundestrainer Jamilon Mülders am Samstag um 15.30 Uhr gegen China.

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Dass wir kurz vor Schluss noch mal ohne Torwart ins Powerplay gehen, ist genau das, was wir wollen: mutig und offensiv mit dem gewissen Willen ausgestattet nach vorne spielen. Das hat man auch in Unterzahl gesehen, dass wir voll gepresst haben. Der Sieg ist über das gesamte Spiel gesehen klar verdient.“

Kapitänin Hannah Krüger: „Das hat total Spaß gemacht. Die Kulisse war vor allem gegen Ende so laut, dass man sich auf dem Platz kaum verstanden hat. Die haben uns richtig nach vorne gepeitscht. Dass der Trainer so voll auf Sieg setzt, das war nicht unbedingt so angesagt. Aber wir sind ja genau jetzt in der Phase, wo wir das ausprobieren können. Dass es gleich so gut funktioniert hat, ist toll, denn wir wissen jetzt, dass wir solche Spiele auf diese Art und Weise gewinnen können.“



Die deutsche Mannschaft begann mit viel Elan, ließ dem Gegner in der Anfangsphase mit einem starken Pressing kaum Raum zur Entfaltung. Charlotte Stapenhorst holte auch schon nach zwei Minuten die erste Strafecke für Deutschland, die Julias Müller mit einem platzierten Schlag zur frühen Führung nutzte – ihr 70. Länderspieltor. Korea war mit langen Bällen und schnellen Vorstößen um Gefahr bemüht, doch das gelang noch zu selten.

In der 9. Minute gab es die erste nennenswerte Kreisszene für Korea, als Moon Soyun auf Cheon Eun Bi passte, die aber nicht richtig zum Abschluss kam. Eine Minute später schlug der Ball zwar im deutschen Tor ein, doch der Schuss war von außerhalb abgegeben worden. Im nächsten Angriff hatte Pia Oldhafer eine Riesenchance, als sie völlig frei aus acht Metern zum Schuss kam, den Ball dabei aber nicht voll traf. Und so kam Korea doch im ersten Viertel noch zum Ausgleich.

Zur ersten Strafecke trat Jang Hee Sun an, die den Ball mittig an die Unterkante der Latte und dann ins Tor setzte (11.). Korea war jetzt aktiver und griffiger in den Zweikämpfen. Insgesamt war Deutschland bis dahin allerdings die gefährlichere Mannschaft. Das stellte sie auch gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs unter Beweis. Cecile Pieper tunnelte auf der rechten Seite ihre Gegenspielerin und bediente anschließend Charlotte Stapenhorst, die mit einem Rückhandschuss allerdings knapp vorbei zielte (17.).

Wieder kam Korea danach etwas druckvoller nach vorn, aber die DHB-Defensive stand gut in der Phase. Cheon Eun Bi zog flach von rechts ab, verpasste das Tor aber am langen Pfosten (21.). In der Folge zog Deutschland ein gutes Powerplay auf, was die nächste Strafecke einbrachte. Die koreanische Torfrau lenkte den Schlenzer allerdings stark an die Latte (26.). Und auch eine Minute später war Jang Soo Ji gegen eine Ablage-Variante zur Stelle. Die Torhüterin hatte einen starken Tag erwischt, stellte das im weiteren Spielverlauf auch immer wieder unter Beweis.

Franziska Hauke scheiterte an Jang (27.), und auch der darauf folgende Schuss von Nike Lorenz nach toller Kombination wurde abgeblockt. Kurz vor der Halbzeit bekam Korea noch eine Strafecke zugesprochen. Kim Jongeun versuchte sich, scheiterte aber an der schnell abtauchenden Kristina Reynolds, und auch der Nachschuss von Seo Jung Eun landete bei der deutschen Torfrau (29.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte war Deutschland erneut das druckvollere Team, das allerdings keinen Weg durch die dichte Korea-Deckung fand. Die Asiatinnen kamen kaum mehr aus der eigenen Hälfte heraus, kam lediglich zu ein paar Entlastungsangriffen. Einer davon wurde in der 32. Minute richtig gefährlich, als ein langer Ball bis auf Cheon Eun Bi durchkam, die sich völlig freistehend eigentlich die Ecke aussuchen konnte, aber nur aus Außennetz schlenzte. Schrecksekunde in der 33. Minute: Cho Hye Jin zog ab, traf das Tor, aber auch Janne Müller-Wieland, die vom Platz musste, später aber mit Kopfverband wiederkam.

Der Treffer zählte aber nicht, es gab nur Strafecke, die – wie auch die Wiederholungsecke – nicht ihr Ziel fand. Und auch die Ecke in der 40. Minute klappte als Doppelpass-Variante nicht. Viel besser machten es aber auch die deutschen Damen nicht. Julia Müllers harter Eckenschlag wurde geblockt, und auch zwei Nachschüsse parierte Jang Soo Ji (42.). Die Wiederholungsecke war ebenfalls nicht drin.

Deutschland erzeugte jetzt andauernden Druck, bekam eine weitere Strafecke (43.), die diesmal Stapenhorst mit einem Flachschlenzer nicht an Jang vorbei brachte. Korea störte zu Beginn des Schlussviertels früh, eroberte viele Bälle auch früh, konnte daraus allerdings keine rechte Gefahr entwickeln. Deutschland geriet durch die Grüne Karte für Anne Schröder zwar in Unterzahl, presste jetzt jedoch stark und spielte sich gut nach vorn, auch wenn dabei kein Abschluss zustande kam.

Korea kam nur noch selten vor das deutsche Tor. In der 50. Minute hielt Reynolds einen Schrubber, fünf Minuten später war der Pass auf Koreas Cheon Eun Bi etwas zu lang, um gefährlich zu werden. Nach Grün für Korea nahm Bundestrainer Mülders die Torhüterin raus, erzeugte so noch mehr Druck, der dann auch endlich belohnt wurde. Zwei Minuten vor Schluss gab es die achte deutsche Strafecke.

Julia Müller legte auf Hannah Krüger aus, dessen Flachschlenzer noch von Lisa-Marie Schütze ins Tor gestochen wurde. Kristina Reynolds kam zurück, dafür wechselte Korea nun die Keeperin aus. Deutschland blieb jedoch klar am Drücker und legte mit dem Abpfiff noch den dritten Treffer nach. Marie Mävers drückte den freien Ball im Fallen über die Linie (60.).

Tore:
0:1 Julia Müller (KE, 2.)
1:1 Jang Hee Sun (KE, 11.)
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1:2 Lisa-Marie Schütze (KE, 58.)
1:3 Marie Mävers (60.)

Strafecken:
KOR 5 (1 Tor) / GER 8 (1 Tor)

Grüne Karten:
Kim Bomi (35.), Han Hye Lyoung (56.) / Charlotte Stapenhorst (22.), Anne Schröder (46.)

Zuschauer: 800

Schiedsrichter:
Wang Yanli (CHN) / Soledad Iparraguirre (ARG)

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