DM: Premieren-Titel für MHCDie Final-Four-Gastgeber entthronten Titelverteidiger Köln im Endspiel mit 3:2

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D&S Final Four: MHC-Herren erstmals Feldmeister!

Die Final-Four-Gastgeber entthronten Titelverteidiger Köln im Endspiel mit 3:2

28.05.2017 - Die Herren des Mannheimer HC haben im Finale um die Deutsche Feldhockeymeisterschaft der Herren den Titelverteidiger RW Köln entthront und sich den ersten deutschen Feldmeister-Titel der Vereinsgeschichte gesichert. Im Endspiel der D&S Final Four in Mannheim besiegte das Team von Trainer Michael McCann die Kölner mit 3:2 (2:1). Tomas Prochazka und Luca Müller drehten eine Kölner Führung vor der Pause und Timm Haase erhöhte Anfang der zweiten Hälfte auf 3:1. Der Anschlusstreffer von Tom Grambusch sorgte für eine turbulente Schlussphase, die der MHC aber letztlich überstand.

​On demand bei Sport1: Finale Herren: RW Köln - Mannheimer HC

Highlight-Zusammenfassung DHB / YouTube Channel

RW Kölns André Henning: „Man muss anerkennen, dass der MHC heute ein unglaubliches starkes Verteidigungskonzept auf den Platz gebracht hat und lange Zeit das garstigere und griffigere Team in den Zweikämpfen war. Und dagegen haben wir unterirdisch verteidigt in der ersten Halbzeit, und damit den Mannheimern in die Karten gespielt. Die Phase ab dem 1:3 bewerte ich als sehr positiv. Da waren wir das bessere Team und hatten ja auch genug Chancen, um zumindest ins Penaltyschießen zu kommen. Letztlich waren wir aber nicht über die gesamte Zeit aktiver Teilnehmer am deutschen Finale – und dann hast du es halt auch nicht verdient! Ich hoffe, dass diese Niederlage ein Schuss zur rechten Zeit vor den Bug war. Dass es uns nächste Woche in den Final Four der EHL weiterbringt!“

Meister-Trainer Michael McCann: „Ein Finale zuhause zu spielen, ist nicht so einfach. Wir wussten, dass wir gestern gegen Mülheim nicht gut gespielt hatten und glücklich ins Endspiel gekommen sind. Heute war uns klar, dass wir Köln von der ersten Minute an stoppen mussten, um eine Chance zu haben. Und das hat geklappt, obwohl wir Guido Barreiros schon nach fünf Minuten wegen einer Verletzung verloren haben, obwohl Peillat heute kein Glück mit seinen Ecken hatte, obwohl alle in der Endphase völlig ausgepumpt waren. Aber wenn du dann noch einen findest, der sagt, dass er für die Mannschaft die gerade Linie auf den Schützen bei den Schlussecken läuft, wenn du andere findest, die Peillats heutiges Trefferpech ausgleichen, dann spricht das einfach für diese Mannschaft. Dann sind wir in diesem Moment eben die beste Mannschaft in Deutschland!“
Vor 3.000 Zuschauern im ausverkauften Final-Four-Stadion versuchten die MHC-Herren von Beginn an gegen den Favoriten aus Köln gegenzuhalten. Miltkau hatte eine erste gute Chance für Rot-Weiss, als er einen durchgesteckten Ball aber nicht traf (7.). Timm Haase prüfte auf der anderen Seite Victor Aly erstmals (8.). Dann mussten er und Tom Grambusch, die bei der Aktion mit den Köpfen zusammengestoßen waren, behandelt werden, konnten aber weiterspielen.
Köln setzte sich dann immer mal wieder fest am Kreis des MHC, ohne jedoch zu großen Torchancen zu kommen. In der 11. Minute erarbeitete sich der MHC die erste Ecke der Partie. Pillars Schlenzer wurde auf Kosten einer weiteren Ecke abgelaufen, aber die schlenzte der Argentinier klar links daneben (13.). Gegen eine weitere Eckenentscheidung für den MHC nahm Köln den Videobeweis und bekam recht (15.). Den Gegenkonter vertändelte Rühr am Kreisrand - eine gute Chance! Miltkau setzte dann einen Ball aus kurzer Distanz volley über das Tor (18.).
Felix Schües musste dann raus, weil er einen Ball ans Knie bekommen hatte, konnte aber auch später weiterspielen. Kurz darauf rettete Aly stark gegen Timm Haase, der frei vor ihm auftauchte (22.). Dann fiel das Führungstor für Köln per Siebenmeter. Zeller hatte auf Rühr durchgesteckt, der zu Fall kam, als Lukas Stumpf zur Abwehr aus dem Kasten kam. Der Gefoulte führte den Siebenmeter selbst aus und traf halbrechts sicher zum 1:0 (24.).
Der MHC presste zum Ende der ersten Hälfte nochmal stark, gab Köln damit aber auch Raum zu Kontern. Als der MHC in der 28. Minute per Videobeweis eine Ecke erstritt, traf Peillat wieder den Rausläufer. Es gab erneut Videobeweis, um das zu beweisen, und wieder Ecke für den MHC. Doch Aly hielt den harten, aber unplatziert es Schlenzer stark und klärte nach außen. Doch nur Sekunden später wieder ein Videobeweis und erneut Ecke wegen Fußspiels gegen Köln. Dieses Mal spielten die Hausherren die Variante auf Tomas Prochazka, der flach und hart zum 1:1 traf (31.).
Und dann drehte der MHC die Partie tatsächlich noch komplett vor der Pause. Nach Angriff über rechts traf Luca Müller mit der hohen Rückhand zum 1:2 (32.). Jetzt legte Köln nochmal einen Gang zu. Lukas Stumpf rettete 60 Sekunden vor der Pause gegen einen Schlenzer aus der Drehung.

Mannheim gab sich nicht zufrieden, sondern drückte zu Beginn der zweiten Hälfte stark auf das 3:1. Und das fiel dann auch tatsächlich, als Timm Haase seinen Schläger in eine Flanke rechts hielt und den Ball an Aly vorbei ins Tor stach (37.). Jonas Gomoll erarbeitete schließlich die erste Kölner Ecke (42.). Stumpf lenkte Tom Grambuschs Schlenzer ganz stark gegen die Latten-Oberkante. Kurz danach zweite Ecke für Rot-Weiss: Dieses Mal fischte der junge MHC-Keeper Grambuschs Schlenzer unten aus dem Schlägereck.
Köln versuchte zwar, nun Druck aufzubauen, bekam aber ungewohnt wenig Zugriff auf das Spiel. Und der MHC blieb gefährlich. Ein Rückhandschuss vom Kreisrand wurde von einem Kölner gerade noch am Tor vorbeigelenkt (48.). Auf der anderen Seite kam Köln einfach nicht richtig vors Tor. Miltkau traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz (53.). Und Stumpf stoppte Flo Schölten auf dem Weg über die Torauslinie (50.).
Mannheim verteidigte extrem geschickt und bot Köln keinen Meter Platz. Immer war ein Mitspieler zur Stelle, wenn ein anderer ausgespielt wurde. In der 61. Minute dann Ecke für Köln. Dieses Mal konnte Christopher Zeller Lukas Stumpf nicht bezwingen. Wieder war der junge Keeper links mit dem Schläger zur Stelle und lenkte die Kugel ins Aus. Der MHC zwischendrin mit Entlastungsangriffen. Rühr setzte einen Rückhandschuss in der 65. Minute über das MHC-Tor.
In der 66. Minute nahm Köln den Keeper für einen elften Feldspieler vom Platz. Köln nahm kurz darauf den Videobeweis für eine Ecke und bekam Recht. Und da traf Tom Grambusch tatsächlich zum 2:3 (66.). Rot-Weiss blieben noch drei Minuten, um sich ins Penaltyschießen zu retten. Und dann ergab sich in der 70. Minute erneut die Chance auf den Videobeweis für Köln. Und auch die Ecke wurde 53 Sekunden vor Ende gegeben. 40 Sekunden vor Ende wieder Ecken-Entscheidung für Köln. Mannheims Videorecht war weg. Es waren noch 27 Sekunden auf der Uhr. Auch nach der Ecke wurde erneut der Videoschiedsrichter von Köln bemüht, dieses Mal um einen Siebenmeter zu bekommen. Es gab aber nur eine Schlussecke bei abgelaufener Uhr. Und die ergab eine Wiederholungsecke, als Mannheim schon jubelte. Doch die wurde als gefährlich für den Rausläufer rausgepfiffen. Somit wurde Mannheim erstmals deutscher Feldmeister.

Tore:
1:0       Christopher Rühr (7m, 24.)
1:1       Tomas Prochazka (KE, 31.)
1:2       Luca Müller (32.)
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1:3       Timm Haase (37.)
2:3       Tom Grambusch (KE, 66.)

Ecken:
MHC 5 (1 Tor) / RWK 7 (1 Tor)

Schiedsrichter:
B. Göntgen / C. Blasch

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