HONAMAS: Remis in SpanienFIH Pro League, Herren, 5. Spiel in Valencia: Spanien - Deutschland 4:4 (1:1) / Extrapunkt für ESP

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HONAMAS: Remis in Spanien

FIH Pro League, Herren, 5. Spiel in Valencia: Spanien - Deutschland 4:4 (1:1) / Extrapunkt für ESP

15.03.2019 - Die deutschen Hockeyherren kamen in Spanien bei ihrem fünften Auswärtsspiel in der neuen FIH Pro League zu einem 4:4-Unentschieden. Den Extrapunkt, der bei einem Remis in der Liga immer per Penalty-Shootout ausgespielt wird, holten sich die Gastgeber. Das DHB-Team konnte in der regulären Spielzeit drei Mal einen Rückstand egalisieren und hätte sieben Sekunden vor Ende sogar noch einem Siebenmeter bekommen müssen, der ihm in einer sehr umstrittenen Video-Schiedsrichterentscheidung aber verwehrt wurde. Dass es nicht zum erneuten Sieg reichte, lag aber auch an zu vielen individuellen Abwehrfehlern, durch die den Spaniern das Toreschießen zu leicht gemacht wurde. Am 26. Und 28. April geht es für die DHB-Herren nun mit den ersten beiden Heimspielen gegen die Niederlande und England in Mönchengladbach weiter.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Das war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. In der ersten Hälfte war unser Spiel noch sehr unsicher, mit Fehlern behaftet und nicht so dynamisch, wie wir uns das vorgenommen hatten. Auch defensiv waren wir nicht gut drin im Spiel. Nach der Pause war es ein deutlich besseres deutsches Spiel, vor allem aus offensiver Sicht. Wir haben uns, insbesondere über rechts, viele gute Chancen erarbeitet. Spanien hatte in der zweiten Hälfte kaum noch Chancen, macht daraus aber drei Tore. Das ist keine gute Bilanz. Beim Penalty-Shootout fehlt uns auch ein wenig das Quäntchen Glück.“
Kapitän Martin Häner: „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Da haben wir als Team unterirdisch gespielt. Wir machen zu viele individuelle Fehler und können mit dem 1:1 zur Pause sehr glücklich sein. In der zweiten Hälfte haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, auch im Aufbau viel besser agiert. Wir haben kaum noch Chancen zugelassen, aber die paar Chancen führen zu Toren. Wir hatten vorn aber viel mehr Gelegenheiten und belohnen uns einfach nicht – auch nicht beim Shootout. Das Remis hier entspricht eindeutig nicht unseren Ansprüchen.“

Die Spanier begannen offensiv und suchten ihre Chancen gegen das auf sieben Positionen im Vergleich zum Niederlande-Spiel (1:0-Sieg in Rotterdam) veränderten deutschen Team. Xavi Lleonart hatte eine erste Chance (2.), die Victor Aly aber sicher parierte. Die Deutschen standen tief, waren um Struktur bemüht und ließen die Hausherren erst einmal agieren. Dann fiel völlig unnötig das 1:0 (6.) für Spanien, als die Iberer einen Freischlag aus dem Mittelfeld direkt aufs deutsche Tor schrubbten und Alvaro Iglesias, handlungsschneller als sein Gegenspieler Benedikt Fürk, kurz vor Aly nur mit flachem Brett berührte.
Kurz darauf die erste Ecke für Spanien, die Josip Romeu aber links vorbei schlenzte. Gegen die nächste Eckenentscheidung nahm das HONAMAS-Team den Video-Entscheid, weil Tom Grambusch einen Ball nur mit dem Schläger berührt hatte, und bekam auch Recht (8.). Das DHB-Team war bis dahin aber nicht richtig im Spiel, wirkte nicht so griffig wie die Gastgeber. Wellen erzeugte in der 10. Minute erstmals Gefahr im Kreis der Spanier, als er sich auf der linken Grundlinie durchsetzte, aber am Pfosten noch gestoppt wurde. Das DHB-Team setzte sich nun fest am Kreis und suchte gegen die tiefstehende Abwehr Lücken.
Spanien kam minutenlang nicht aus dem eigenen Viertel, aber es war so voll um den Kreis herum, dass auch keine vielversprechende Chance entstand. Mats Grambusch wurde dann aber auf dem Weg in den Kreis gefoult, so dass es die erste Ecke fürs DHB-Team gab. Und die verwandelte Lukas Windfeder ganz stark mit platziertem Schlenzer halbhoch rechts zum inzwischen verdienten 1:1-Ausgleich (14.).
Das DHB-Team ließ sich dann weniger von der Hektik der Spanier anstecken, schaffte einen höheren Ballbesitz und Struktur. Es waren daher erst einmal wenig Chancen auf beiden Seiten zu verzeichnen. Den ersten Torschuss in diesem Viertel hatte Anton Boeckel, nach Vorarbeit von Wellen, in der 28. Minute, doch Cortez hielt sicher. Das Viertel gehörte in großen Phasen dem DHB-Team, das das Spiel kontrollierte. Es blieb aber beim 1:1 bis zur Halbzeitpause.

Das DHB-Team baute gut und in Ruhe auf und kam so immer wieder bis an den spanischen Kreis, der allerdings sehr voll stand und es war daher schwer, mal richtig Lücken zu ziehen. Nach einem Rechtsangriff fiel dann das 2:1 (35.) für die HONAMAS. Die Schiedsrichter ließen nach Foul an Timur Oruz Vorteil laufen und der Ball kam zu Mats Grambusch an den rechten Kreisrand, dessen Vorhandschuss dann zu hart war für Keeper Franzisco Cortes. Doch die Führung währte nur kurz, weil Mats Grambusch nach einem Linksangriff der Spanier nur zu Victor Ruiz klären konnte, der aus acht Metern mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:2 (36.) traf.
Es ging jetzt wieder zu hektisch hin und her, was den Spaniern entgegenkam. Thies Prinz zögerte nach einem Angriff durch die Mitte zu lange und vergab damit eine gute Torchance (39.). Victor Aly entschärfte im Gegenzug einen Angriff durch ein gutes Abtauchen. Und dann war es Niklas Bosserhoff, der, nach starker Vorarbeit von Prinz, einen hohen Ball vor Tor nicht über die Linie drücken konnte (41.). Miltkau vergab die nächste gute Konterchance, als er den Ball nicht zum eigenen Mann brachte (42.).
Schiedsrichter Bruce Bale hatte auf seiner Seite in dieser Phase nicht alles im Griff, lag ein paar Mal mit seinen Entscheidungen daneben, was etwas zu Unruhe bei beiden Teams führte. Es ging mit dem 2:2 ins letzte Viertel, weil die Deutschen im dritten Viertel zu wenig aus ihren guten Chancen gemacht hatten.
Ein erneut schwaches Verhalten im individuellen Abwehrspiel bescherte Spanien früh im letzten Viertel das 3:2, als Fürk den Ball eigentlich schon abgegriffen hatte, aber im Sprint vorm eigenen Tor noch vom Schläger genommen bekam. Xavi Lleonart hatte aus kurzer Distanz dann keine Mühe gegen Victor Aly (47.). Es gab im nächsten Angriff Siebenmeter fürs DHB-Team, weil Lleonart Linnekogels Stock vorm Torschuss traf. Spanien nahm zwar den Videobeweis gegen die tatsächlich harte Entscheidung, bekam aber kein Recht und verlor die Anrufungsmöglichkeit. Kapitän Martin Häner verlud Cortes und traf sicher zum 3:3 (48.).
Doch erneut reagierte Spanien sofort. Nach einem Linksangriff stand Pau Quemada völlig ungedeckt am langen Pfosten und konnte den an vier Deutschen vorbeilaufenden Querpass von Marc Salles mühelos zum 4:3 (49.) einblocken. Nach Rechtsangriff ging ein weitergeleiteter Pass unglücklich an den Körper von Moritz Rothländer. Danach nahm Stefan Kermas den Keeper vom Platz. Die Deutschen dann mit Powerplay. Prinz und Wellen prüften Cortes. Doch schließlich kam Moritz Rothländer mittig im Kreis an den Ball, drehte sich auf die Rückhand und jagte die Kugel unhaltbar links oben unter die Latte zum 4:4 (55.).
Danach kam Aly zurück ins Tor. Wellen hatte nach ganz starkem Solo das 5:4 auf dem Schläger, verfehlte das Tor aber halbhoch rechts (56.). Windfeder hatte die nächste gute Chance, als er von halbrechts am Kreisrand abzog, aber die Kugel nicht voll traf (58.). Große wurde gefoult und bekam in der 59. Minute die zweite Strafecke zugesprochen. Windfeders Schlenzer wurde dieses Mal aber stark abgelaufen.
Kermas nahm nach Gelber Karte gegen Spanien für die letzten 60 Sekunden erneut Aly vom Platz und das Zwei-Mann-Powerplay hätte sich fast ausgezahlt, als eine Linksflanke kurz vor Tor verpasst wurde. Sieben Sekunden vor Ende nahm Niklas Wellen den Videobeweis, weil Enrique ihn bei einer Flanke im Kreis geklammert hatte. Die Videobilder bewiesen das auch, doch der südafrikanische Videoschiedsrichter Sean Rapaport versagte den HONAMAS den Siebenmeter, den es für ein absichtliches Foul im Kreis gibt und der zum Siegtreffer gereicht hätte. So blieb es beim Remis.

Tore:
1:0    Alvaro Iglesias (6.)
1:1    Lukas Windfeder (KE, 14.)
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1:2    Mats Grambusch (35.)
2:2    Victor Ruiz (36.)
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3:2    Xavi Lleonart (47.)
3:3    Martin Häner (7m, 48.)
4:3    Pau Quemada (49.)
4:4    Moritz Rothländer (55.)

Penalty-Shootout für den Extrapunkt:
Niklas Wellen machte es ganz souverän und traf zum 0:1
Alvaro Iglesias hatte ganz viel Glück, weil der Ball so eben noch über die Linie kullerte zum 1:1
Thies Prinz scheiterte am stark reagierenden Cortes.
Albert Bertram scheiterte erst an Aly, konnte die Kugel dann noch über die Linie drücken, aber die Acht-Sekunden-Glocke war vorher zu hören. Das wurde aber nicht überprüft. Es stand 2:1.
Johannes Große machte sehr souverän das 2:2.
Xavi Lleonart war aber genauso souverän bei seinem 3:2.
Didi Linnekogel traf sicher zum 3:3. Cortes nahm dagegen zwar den Videobeweis, aber verlor diesen.
Sergi Enrique traf nur das Außenbrett, weil Aly dran war.
Mats Grambusch hatte Cortes schon verladen, doch der sprang noch in die Rückhand und hielt.
Gegen das erste Tor von Josip Romeu nahm Bale den Videobeweis. Man sah, dass der Spanier den Ball mit dem linken Oberschenkel Richtung Tor mitnahm. Es gab eine Wiederholung wegen gefährlichen Spiels. Aly hielt, aber Bale gab Siebenmeter für ein Stockfoul des deutschen Keepers.
Den Siebenmeter versenkte Lleonart rechts oben zum 4:3 und bescherte Spanien damit den Extrapunkt.

Ecken:
ESP 2 (kein Tor) / GER 2 (1 Tor)

Grüne Karten:
ESP 1 (Romeu, 54.) / GER –

Gelbe Karten:
ESP 1 (Serrahima, 59.) / GER -

Schiedsrichter:
Bruce Bale (ENG) / Jakub Mejzlik (CZE)

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