DANAS: Erster mit weißer WesteDamen-EM in Amsterdam, Vorrunde: Irland - Deutschland 1:5 (1:2)

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DANAS: Erster mit weißer Weste

Damen-EM in Amsterdam, Vorrunde: Irland - Deutschland 1:5 (1:2)

22.08.2017 - Die deutschen Damen haben die Vorrunde bei der Europameisterschaft in Amsterdam mit drei Siegen in drei Spielen als Gruppenerster abgeschlossen. Damit spielt das DHB-Team am Donnerstag um 17 Uhr im Halbfinale gegen Belgien, den Zweiten der Gruppe A, der sich am Abend gegen Spanien das Ticket für die Medaillenrunde sicherte. Gastgeber Niederlande und Olympiasieger England bestreiten um 20 Uhr das zweite Semifinale. Die DANAS hatten früh mit dem Toreschießen begonnen und waren erst durch den 1:2-Anschlusstreffer etwas aus dem Tritt geraten. Im letzten Viertel knüpften sie aber da, wo sie begonnen hatten und nahmen die Irinnen förmlich auseinander. 

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Das war eine sehr überzeugende Vorstellung, mit vielen bockstarken Phasen. Ich habe eine gute Leistung sowohl individuell wie auch als Gruppe gesehen. Spielerinnen wie Nina Notman, Hanna Granitzki, Camille Nobis, Noelle Rother oder Teresa Martin Pelegina haben einen guten Schritt vorwärts gemacht. Das im Schnitt jüngste Team dieser EM (22,4 Jahre, Anm. d. Red.) macht hier viel Spaß! Wir werden uns jetzt in aller Ruhe auf denjenigen vorbereiten, der im Halbfinale unser Gegner sein wird. Klar ist, dass wir immer noch eine Schippe drauflegen müssen für eine Medaille. Wir sind noch deutlich entfernt vom Optimum.“
Noelle Rother: „Ich war schon ganz schön aufgeregt vor meinem ersten Match hier! Aber wir sind super ins Spiel gekommen, und auch wenn wir zwischendrin mal die Kontrolle kurz an Irland abgegeben haben, haben wir gut zusammengearbeitet und die Arbeit als Gruppe war erfolgreich. Ich bin ganz schön stolz auf die Mädels!“
Charlotte Stapenhorst: „Wir sind, glaube ich, noch nie mit zehn geschossenen Toren aus einer Vorrunde gegangen. Insofern ist das schon echt stark, was wir da vorn abliefern. Wenn wir so weitermachen und auch weiter so effektiv verteidigen, dann ist auch im Halbfinale ein Sieg drin – egal, wer da jetzt kommt!“
Camille Nobis: „Es hat natürlich etwas gebraucht, bevor wir da im Sturm eine solche Einheit geworden sind. Da haben wir auch einige Sitzungen miteinander zugebracht. Aber jetzt klappt das richtig gut! Es hilft total, dass wir vom Trainerteam die Freiheit bekommen Fehler zu machen.“
Selin Oruz: „Ich finde es schon wieder richtig geil, wie wir uns hier von Spiel zu Spiel steigern. Das war bei der World League ja ähnlich. Jeder liefert ab, wenn es draufankommt. Und viele haben hier auch persönlich gute Schritte gemacht. Wir haben uns schnell als Einheit gefunden.“
Franzisca Hauke: "Ich bin total zufrieden. Das hat richtig Spaß gemacht! Wir hatten dieses Jahr schon einige enge, schwere Matches gegen Irland und hatten uns vorgenommen, es besser zu machen. Das gibt natürlich auch ein gutes Gefühl fürs Halbfinale."

Die deutschen Frauen machten gegen Irland weiter, wo sie gegen Olympiasieger England aufgehört hatten – mit erfrischendem Offensivhockey. Charlotte Stapenhorst holte sofort nach frechem 3D-Dribbling die erste Ecke, bei der Nike Lorenz nach 48 Sekunden per platziertem Schlenzer in die linke untere Ecke das 0:1 (1.) erzielte. Irland danach bemüht, mit hohem Pressing Druck zu erzeugen, und tatsächlich waren die Deutschen dann auch erstmal eher in der Defensive gefordert, was sie souverän erledigten. In der 8. Minute ein Schuss von Mävers aus spitzem Winkel, den Grace O’Flanagan aber sicher hielt.
Die DANAS in der Phase wieder klar dominierend. Einen Fehler links im Aufbau bügelte Pia Grambusch im eigenen Kreis stark aus (12.). Deutschland drückte, konnte aber bis zur ersten Viertelpause nichts Zählbares nachlegen. Irland auch danach bemüht, kam aber am deutschen Kreis nicht durch. Vorn hatte Teresa Martin Pelegrina die nächste Chance, doch O’Flanagan war draußen und verkürzte gut (19.). In der 22. Minute war es dann aber passiert: Nach starker Kombination über rechts kam der Ball zu Franzisca Hauke im Rückraum, deren Ball noch unhaltbar zum 0:2 abgefälscht wurde.
In der 23. Minute holte sich Irland die erste Ecke. Und die saß per Stechervariante. Yvonne O’Bourne war es, die dem ersten richtigen Torschuss der Iren noch die Richtung gab, die es Noelle Rother, die heute das DHB-Tor hütete, unmöglich machte noch dranzukommen. Rother konnte sich dann eine Minute später auszeichnen, als die DHB-Abwehr noch etwas unstrukturiert agierte und die Flottbekerin einen Schuss und den Nachschuss hielt.
Die DANAS dann aber wieder im Vorwärtsgang. Die starke Cecile Pieper kreierte eine gute Chance, die Pelegrina aber nicht verwerten konnte (26.). 40 Sekunden vor der Pause zischte ein Rückhandball von Jana Teschke nur Zentimeter am oberen rechten Eck vorbei. Es blieb beim absolut verdienten 2:1 für die DHB-Damen zur Pause, die das Match über weite Phasen dominierten und vielleicht auch schon höher hätten führen müssen.

Deutschland in der Anfangsphase klar überlegen, aber ein krasser Fehlpass von Nike Lorenz brachte Irland aus dem Nichts in Konterposition, wobei Noelle Rother zwei Mal brillant hielt (35.). Im Gegenzug gab es aber die zweite deutsche Ecke, die aber als Variante wegen Behinderung abgepfiffen wurde. Camille Nobis hatte auf Vorarbeit von Pelegrina die nächste Großchance, zögerte aber zu lange mit dem Torschuss, so dass noch eine Verteidigerin dazwischengehen konnte (40.).
Stapenhorst holte dann die dritte Ecke für die DANAS (42.), der wegen gefährlicher Abwehr die vierte folgte. Die hielt O’Flanagan stark mit dem Schläger. So blieb es beim knappen 2:1 nach drei Vierteln. Nach gut vier Minuten im letzten Viertel sorgten die Deutschen dann aber endlich für die Vorentscheidung, als nach starken Rechtsangriff über Camille Nobis und Charlotte Stapenhorst Pia Oldhafer im Rückraum zum Schlenzen kam und das 1:3 (50.) erzielte.
Ein weiterer guter Angriff über die rechte Seite machte dann alles klar, als Cecile Pieper mit einem Vorhandschuss aus etwa neun Metern O’Flanagan keine Chance ließ (51.). Die Deutschen auch danach noch mit Lust auf mehr. Stapenhorst holte Ecke Nummer fünf (53.). Und die verwandelte die 22-jährige Stürmerin selbst per Schlenzer halbhoch rechts zum 1:5 (54.). Die Iren hatten in der 59. Minute noch eine gute Chance durch Nicola Evans, die aber aus kurzer Distanz am Tor vorbeischoss. Und auch Mävers verfehlte mit der Rückhand das irische Tor knapp.
Dann aber nochmal Ecke für die DANAS (60.) und noch eine zweite hinterher. Da hielt O’Flanagan aber gut gegen den Schuss von Pia Grambusch.

Tore:
0:1      Nike Lorenz (KE, 1.)
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0:2      Franzisca Hauke (22.)
1:2      Yvonne O’Bourne (KE, 23.)
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1:3      Pia Oldhafer (50.)
1:4      Cecile Pieper (51.)
1:5      Charlotte Stapenhorst (KE, 53.)

Ecken:
IRL 1 (1 Tor) / GER 7 (2 Tore)

Schiedsrichterinnen:
Irene Presenqui (ARG) / Vilma Bagdanskiene (LTU)

Zum Highlight-Video von Sport1: 

http://www.sport1.de/hockey/em-frauen/2017/08/hockey-em-der-frauen-deutschland-stuermt-zum-gruppensieg

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