Pro League: Knappes 1:2Starke erste Halbzeit reichte nicht ganz zur Überraschung gegen den Weltmeister

1. Liga: HTHC-Damen nur RemisHerren: Alster im Play-off / BHC schlägt MHC / M. Körper bei HTHCs 5:1 mit 4 Toren

3:1-Sieg bei den LeonasDeutsche Damen sichern sich vier Punkte beim Auswärts-Wochenende in Buenos Aires

Spieltag in Hamburg fest im BlickSpieltage in Düsseldorf und Berlin abgesagt / "Wollen versuchen, in Hamburg ein Event auszurichten"

····

Pro League: Knappes 1:2 für Danas beim Weltmeister

Starke erste Halbzeit reichte nicht ganz zur Überraschung gegen den Weltmeister

06.03.2021 - Das deutsche Damenteam hat im ersten Pro League Spiel seit September 2020 eine Überraschung beim Weltmeister und Weltranglisten-Ersten Niederlande knapp verpasst. Das DHB-Team führte zur Pause durch ein Altenburg-Tor verdient, war sehr fokussiert. Oranje drehte die Partie im dritten Viertel aber durch einen Doppelschlag von Matla und van den Assem und war am Ende zu clever in seiner Spielführung, als dass die Deutschen es nochmal hätten drehen können.

Xavier Reckinger: „Wir haben einige gute Ansätze gezeigt. In der zweiten Hälfte waren wir im Umschaltspiel nach vorn zu langsam. Die Phase im dritten Viertel, als wir etwas gewankt haben, kostet uns zwei Gegentore. Daraus müssen wir lernen. Wir wollten aber unser bestes Spiel des Lehrgangs am Ende machen – und das wäre morgen. Da bin ich sehr gespannt.“
Maike Schaunig: „Es ist super undankbar, dass wir das Match verlieren! Heute waren wir echt dicht am Sieg dran. Wir standen in der ersten Hälfte richtig gut in unserem System, hätten aber vielleicht ein zweites Tor nachlegen müssen, um einen Puffer zu haben. Holland hat nach der Pause sehr stark gepresst. Wenn wir morgen etwas mehr offensiv für uns herausholen, belohnen wir uns ja vielleicht endlich mal mit einem Sieg gegen Holland.“
Lisa Altenburg: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und dann im dritten Viertel ein wenig geschlagen. Da haben wir die Emotionalität vermissen lassen, die uns in der ersten Hälfte so gepusht hat.“

Die Deutschen zeigten von Beginn an keinen großen Respekt vor dem Weltmeister. Gute Ballgewinne und gewonnene Zweikämpfe brachten dem DHB-Team sogar die erste gefährliche Kreisszene der Partie, doch Naomi Heyn sprang der Ball vor Tor an die runde Schlägerseite (6.). Dann musste auf der anderen Seite auch DHB-Keeperin Nathalie Kubalski erstmals eingreifen, als sie einen Rückhandschuss sicher hielt (7.).
Nach Foul an Debütantin Jette Fleschütz musste Malou Phenincks dann für zwei Minuten auf die Strafbank und die Überzahl nutzten die Danas sofort: Maike Schaunig passte von links hart in den Kreis und Lisa Altenburg nahm die Kugel brillant in der Box an und lupfte aus kurzer Distanz über Keeperin Anne Veenendaal ins kurze Ecke zum 0:1 (12.). Das gab noch mehr Selbstvertrauen. Die Deutschen blieben dran, Altenburg konnte ein weiteres gutes Anspiel kurz darauf im Kreis nicht kontrollieren. Bis zum Viertelende kamen die Niederländerinnen kein Mal mehr an den deutschen Kreis.

Die Reaktion war zu Beginn des zweiten Viertels eine sehr druckvolle Phase des Weltmeisters. Pauline Heinz sah dann auch noch Grün (17.). Doch im Konter hätte es dann fast im Tor der Gastgeber geklingelt. Micheel kam über rechts mit Tempo in den Kreis und nur eine klasse Reaktion von Veenendaal verhinderte, dass Hannah Gablac in ihrem Rücken (18.) vollenden konnte. Die folgende Drangphase der Niederländerinnen blieb ohne Resultat. Dann wieder zwei deutsche starke Kreiseintritte, auch ohne Abschluss.
Kubalski hielt einen Rückhandschuss von Marloes Ketels sicher (24.). Ansonsten hielten die Deutschen die Gastgeberinnen gut aus ihrem Kreis raus. Erst 30 Sekunden vor der Halbzeit dann mal wieder eine Chance für den Weltranglisten-Ersten, als Eva de Goede Laurien Leurink im Kreis fand, deren Abfälscher Kubalski aber wieder gut antizipierte. Die Führung zur Pause absolut nicht unverdient für das etwas griffigere und zielstrebigere Team von Xavier Reckinger.

Die Niederländerinnen mit höherem Pressing nach der Pause, machten Druck auf den Aufbau. Anna Kilian, die in der zweiten Hälfte das DHB-Tor hütete, verhinderte einen Torschuss in der 33. Minute noch, als dann Laurink argentinisch von links abziehen konnte, standen die Deutschen im Kreis aber so schlecht, dass Frederique Matla am langen Pfosten relativ einfach zum Ausgleich einblocken konnte. Das gab den Gastgebern Auftrieb. Kurz darauf hielt Kilian in höchster Not aus kurzer Distanz gegen Matla und Schaunig klärte den Rebound vor der Linie.
Eine unglückliche Behinderung im Kreis brachte den Weltmeisterinnen dann ihre einzige Ecke der Partie und die nutzte Irene van den Assem per Schlenzer ins untere linke Eck zum 2:1 (40.). Doch die Deutschen danach selbst mal wieder im Angriff. Ein harter Ball von Schaunig konnte von Altenburg vor Tor gerade so eben nicht erreicht werden. Anne Schröder bekam bei einer ähnlichen guten Flanke den Schläger ihrer Gegenspielerin an den Kopf, aber keine Ecke dafür (43.).
Jette Fleschütz wurde, von Schröder im Kreis bedient, gefoult, so gab es schließlich doch die erste Ecke für die Danas (44.). Eine gute Variante auf Anne Schröder konnte von der Alsteranerin in am langen Pfosten nicht kontrolliert werden. Die Deutschen blieben vorn dran, konnten bis zur letzten Viertelpause aber nichts Zählbares mehr daraus machen.

Pien Sanders musste gleich nach Wiederanpfiff auf die Strafbank, das DHB-Team nun also in Überzahl, konnte daraus aber nichts generieren. Die Holländerinnen dominierten die Partie nun weitgehend, machten es den Deutschen schwer einen eigenen Aufbau aufzuziehen. Knapp drei Minuten vor Schluss nahm Reckinger Kilian für eine elfte Feldspielerin vom Platz. Das gab nochmal Druck auf den Kreis der Gastgeberinnen und mit der Schlusssirene ging ein Stecher von Maertens nochmal knapp links neben das Tor. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1    Lisa Altenburg (12.)
---
-
------
1:1    Fredrique Matla (35.)
2:1    Ireen van den Assem (KE, 40.)
---
-

Ecken:
NED 1 (1 Tor) / GER 1 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Celine Martin-Schmets (BEL) / Jonas van‘t Hek (NED)

Video-Schiedsrichter:
Coen van Bunge (NED)

» der deutsche Kader am Samstag

Premium-Partner

 

Pool-Partner

 

Pool-Partner