4. EM-Titel für U19-Herren!Auch individuelle Auszeichnungen an DHB: Struthoff bester Spieler, Danneberg bester Torwart

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U19-Herren sichern sich nach 3:2 gegen Niederlande 4. U18-EM-Titel

Auch individuelle Auszeichnungen an DHB: Struthoff bester Spieler, Danneberg bester Torwart

24.07.2021 – Nach den U19-Damen am Mittag haben auch die U19-Herren des Deutschen Hockey-Bunds bei der Europameisterschaft in Valencia (Spanien) den europäischen Thron bestiegen. In einem „echten Finale“ gegen den Gruppenzweiten Niederlande hätte dem Team von Bundestrainer Rein van Eijk eine Niederlage mit einem Tor Differenz zum Turniersieg gereicht, die DHB-Auswahl wollte sich aber nicht an Rechenspielen beteiligen. Allerdings zeigten sich die Niederlande als ebenbürtiger Gegner und ging zunächst in Führung. Michel Struthoff glich schnell aus und Nikas Berendts brachte das deutsche Team nach der Pause in Front. Den zwischenzeitlichen Ausgleich beantwortete Matteo Poljaric postwendend vom Punkt mit dem 3:2-Endstand. Nach 2007, 2015 und 2016 erringt damit zum vierten Mal eine DHB-U18-Auswahl (coronabedingt nach der Absage 2020 in diesem Jahr eine erweiterte U19) den Kontinentaltitel in diesem Wettbewerb. Die deutsche U19 heimste auch gleich beide individuelle Auszeichnungen ein: Jean Danneberg wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt, Michel Struthoff zum Spieler des Turniers.

U19-Bundestrainer Rein van Eijk: „Das Turnier war in der jetzigen Zeit natürlich ganz speziell. Wir sind sehr dankbar, unter diesen Bedingungen eine EM spielen zu dürfen und sehen das als Privileg. Wir freuen uns daher umso mehr für die Jungs, dass sie dies mit entsprechender Körperspannung und dem nötigen Bock umgesetzt haben. So geht der Titel absolut in Ordnung, die Jungs haben sich reingebissen und gezeigt, dass sie bereit sind für den internationalen Wettbewerb. Mich persönlich freut es, dass wir die älteren Jungs mit einem EM-Titel aus der Jugend verabschieden können.“

Nach dem anfänglichen Abtasten beider Mannschaften hatten die deutschen U19-Herren mit zwei Strafecken die ersten nennenswerten Chancen: Erst parierte Jeroen Kerkmeer im niederländischen Tor allerdings mit dem Kicker gegen Jakob Brilla (9.), dann klärte Alex Weterings Michel Struthoffs Schuss auf der Linie (19.). Die Fahrlässigkeit in der Verwertung von Möglichkeiten sollte sich für die Deutschen kurz darauf rächen: Bei einem niederländischen Freischlag am eigenen Kreis schaltete die deutsche Verteidigung nicht sofort, schnell ausgeführt landete der Ball im Kreis bei Casper van der Veen, der sich die Kugel geschickt hochlegte und mit der hohen Rückhand im langen Eck vollendete (20.). Die Deutschen zeigten sich kurz irritierten, fingen an, mit den Schiedsrichterentscheidungen zu hadern, meldeten sich dann aber eindrucksvoll noch vor der Pause zurück: Struthoff leitete selbst den nächsten Angriff ein, nach Doppelpass bekam er die Kugel im Angriffsviertel wieder, drang mittig in den niederländischen Schusskreis, zog direkt hinter der Schusskreislinie ab und überwand den niederländischen Torwart durch die Beine zum 1:1-Ausgleich (24.).

Nach dem Seitenwechsel erwischten die deutschen Jungs den besseren Start und gingen – in Unterzahl – mit der dritten Strafecke in Führung: Mit einem Direktschlenzer halbhoch rechts war Nikas Berendts zum 2:1 erfolgreich (34.). Im Gegenzug hätten die Niederlande eigentlichen bei ihrer ersten Strafecke ausgleichen können, aber Jean Danneberg parierte erst mit dem Schläger Miles Bukkens Schuss und Herausgeber Duco Telgenkamp verzog den Nachschuss freistehend am langen Pfosten vorbei (35.). Auf der anderen Seite funktionierte eine deutsche Eckenvariante nicht richtig und etwas aus dem Nichts fiel der niederländische Ausgleich: Stark setzte sich Lucas Veen in der linken Schusskreishälfte durch, legte an der Grundlinie quer und fand vor dem deutschen Tor Bukkens, der den Ball zum 2:2 ins leere Tor ablenken konnte (44.). Doch das Unentschieden hatte nur kurz Bestand: Noch in der gleichen Spielminute wurde Struthoff auf der anderen Seite beim nächsten Angriff im Kreis von Oranje gefoult, den fälligen Siebenmeter verwandelte Matteo Poljaric zum 3:2 (44.).
Mit der 1-Tore-Führung im Rücken hatte die deutsche U19 die Partie im Schlussviertel recht gut im Griff, konnte mehr Ballbesitz verbuchen, ließen allerdings zwei weitere Strafecken liegen. 90 Sekunden vor dem Ende bewahrte Danneberg im Eins-gegen-eins gegen Bukkens Deutschland vor dem erneuten Ausgleich und als Schlusspunkt hätten die deutschen Herrn noch auf 4:2 davonziehen können, ließen aber die nächste Strafecke ungenutzt, sodass es beim 3:2-Sieg blieb, der der deutschen U19 den Europameister-Titel sicherte.

Tore:

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0:1    Casper van der Veen (20.)
1:1    Michel Struthoff (24.)
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2:1    Nikas Berendts (KE, 34.)
2:2    Miles Bukkens (44.)
3:2    Matteo Poljaric (7m, 44.)
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Strafecken:
GER 7 (1 Tor) / NED 1 (kein Tor)

Siebenmeter:
GER 1 (1 Tor) / NED –

Grüne Karten:
GER 2 (Niklas Tecklenburg, 19.; Michel Struthoff, 33.) / NED 1 (Finn van Bijnen, 19.)

Schiedsrichter:
Alejandro Amarillas (ESP) / Luka Zupancic (AUT)

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