Pro League, Damen: GB - GER 2:3Junges Danas-Team siegt 3:2 beim Olympiasieger von 2016

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Pro League, Damen: GB - GER 2:3

Junges Danas-Team siegt 3:2 beim Olympiasieger von 2016

12.05.2021 - Das deutsche Damenteam hat sich am Mittwochabend in der FIH Pro League beim Olympiasieger von 2016 einen verdienten 3.2-Sieg erkämpft. Trotz zweimaligen Rückstands gegen Großbritannien ließ sich die verjüngte Mannschaft, die ohne etliche Leistungsträgerinnen, die am Wochenende bei den deutschen FINAL FOURs in Mannheim im Einsatz waren, nach London gereist war, nicht entmutigen, sondern holte sich immer wieder die Spielkontrolle und wurde dann auch mit Treffern belohnt. Die Kölnerin Liv Arndt lieferte ein gutes Debüt im A-Kader ab.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Das war ein sehr gutes Spiel. Wir haben uns nur teilweise schwergetan, wenn wir zu komplizierte Lösungen gesucht haben. Erst als wir einfacher gespielt haben, waren wir erfolgreich. Ich bon überrascht und sehr stolz darauf, dass diese mannschaft ohne große Vorbereitung so stark auftritt. Das liegt an den jungen Neuen und auch an den Etablierten, die diese gut mitnehmen. Das macht Bock auf mehr!“
Ich glaube, wir waren in der Schlussphase das aggressivere Team und haben mehr investiert als die Britinnen“, sagte Pauline Heinz, die zur besten Spielerin der Partie gekürt wurde. „Mit dieser jungen Mannschaft, in der etliche Stammkräfte nicht dabei sind, ist das ein großer Erfolg. Wir haben ganz viel über unseren guten Teamspirit bewegt!“
Amelie Wortmann, die das Team heute als Kapitänin angeführt hat: „Es ist richtig schön zu sehen, wie sich dieses junge Team innerhalb des Matches entwickelt hat. Wir haben am Anfang noch nicht so richtig ins Spiel reingefunden, aber am Ende waren wir schon recht souverän. Umso schöner, dass wir dann mit drei Punkten vom Platz gehen konnten. Es haben sich alle richtig reingefightet, das hat Spaß gemacht!“
Debütantin Liv Arndt: „Das Spiel hat extrem Spaß gemacht. Man hat richtig gemerkt, dass da jeder für jeden gekämpft hat. Der Sieg war am Ende verdient, finde ich. Wir haben über die Defensive stark gearbeitet.“

Die Deutschen in der Anfangsphase mit einigen guten Kreiseintritten. Nach einem Foul gegen Janne Müller-Wieland hätte es eigentlich die erste Ecke geben müssen, aber das blieb des Danas noch versagt (3.). Mehrere Male aber gute, viel versprechende Angriffe der jungen DHB-Auswahl. Hinten standen die Deutschen sehr sicher, ließen erst einmal gar nichts zu. Doch mit dem ersten gefährlichen Angriff kamen die Gastgeberinnen zum Führungstor, als die Britinnen mehrfach nur unzureichend gestört wurden und es am Ende Sarah Robertson war, die am langen Pfosten nur einzublocken brauchte (11.).
Dann musste Hanna Granitzki mit Grüner Karte auf die Strafbank (12.), doch die Deutschen überstanden die Unterzahl und hatten dann nach Grün gegen Fiona Crackles selbst Überzahl. Da holten sie sich über den Videobeweis die erste Ecke (14.), und die verwertete Jette Fleschütz im Nachschuss aus kurzer Distanz volley zum 1:1. Das erste Tor für die junge Flottbekerin im A-Kader!

Die Britinnen machten in der Anfangsphase des zweiten Viertels Druck, doch die deutsche Defensive ließ nichts zu. Und die Danas holten sich über viel Ballbesitz dann die Kontrolle zurück. Die Britinnen erneut dezimiert durch eine Grüne Karte gegen Sarah Jones (25.). Fleschütz holte die zweite deutsche Ecke heraus (27.), doch der Schlenzer von Pauline Heinz wurde abgelaufen.

Das dritte Viertel begann mit einer Unaufmerksamkeit in der deutschen Hintermannschaft und einem ganz schnellen Gegentor, als Sarah Townsend einen Schuss gar nicht richtig traf, aber Julia Sonntag von einer anderen Stürmerin vor ihr so irritiert wurde, dass die Kugel rechts unten einschlug. Dann übernahm das DHB-Team aber bald wieder die Kontrolle und ließ die Britinnen kaum noch aus deren Hälfte.
Im ersten Konter gab es eine Ecke für die Gastgeberinnen (39.), die als Stecher über das Tor ging. Die Deutschen dann fünf Minuten in Überzahl als Crackles Gelb sah (40.). Und das nutzten die Deutschen ganz früh. Amelie Wortmann griff einen Ball im britischen Aufbau ab, setzte Lena Micheel in Szene, die vom rechten Kreisrand mit einem platzierten Vorhandschlag zum 2:2 (41.) ins lange Eck traf.

Es gab kurz darauf eine Strafecke für die Britinnen, die Lena Micheel stark ablief. Auf der anderen Seite holte Katharina Kiefer die nächste deutsche Ecke heraus, die aber als gefährlich herausgepfiffen wurde (44.). Pauline Heinz kurz darauf mit einer Großchance, als sie den Ball aus zentraler Position über die Latte setzte. Micheel prüfte Welttorhüterin Maddie Hinch nochmal – die deutsche Führung wäre zum Ende des dritten Viertels absolut verdient gewesen.
Teresa Martin Pellegrina hatte die nächste gute Chance (46.) aus dem Gewühl vor Tor. Die Danas blieben dominant, setzten den Olympiasieger stark unter Druck. Emma Boermans scheiterte an Maddie Hinch, als Pauline Heinz einen Ball stark erobert hatte (51.). Und das größere Engagement der Deutschen wurde belohnt. Ein Dropkick von Charlotte Stapenhorst aus der Drehung brachte das 2:3 (57.). Ein am Ende absolut verdienter Sieg. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
1:0    Sarah Robertson (11.)
1:1    Jette Fleschütz (KE, 14.)
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2:1    Sarah Townsend (32.)
2:2    Lena Micheel (41.)
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2:3    Charlotte Stapenhorst (57.)

Ecken:
GB 2 (kein Tor) / GER 3 (1 Tor)

Grüne Karten:
GB 2 / GER 1

Gelbe Karten:
GB 1 / GER -

Schiedsrichterinnen:
Sarah Wilson (SCO) / Hannah Harrison (ENG)

Video-Schiedsrichter:
Martin Madden (SCO)

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