Vereinsleben in der PandemieSerie über kreative, spannende Vereins-Initiativen im Lock-Down / Folge zwei: HLC RW München

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Vereinsleben in der Pandemie

Serie über kreative, spannende Vereins-Initiativen im Lock-Down / Folge zwei: HLC RW München

08.02.2021 - Während der nun bald ein Jahr andauernden Pandemie musste der aktive Hockeysport in verschiedenen Phasen ruhen oder konnte nur mit Einschränkungen ausgeübt werden. Für viele Vereine eine schwierige Situation, den Bedürfnissen ihrer Mitglieder gerecht zu werden, beziehungsweise überhaupt mit ihnen in Kontakt zu bleiben. Doch die Kreativität kannte und kennt in den Clubs keine Grenzen. Wir stellen in unserer Serie „Vereinsleben in der Pandemie“ einige Club-Projekte vor.

Folge 2: HLC Rot-Weiß München

Beim HLC Rot-Weiß in München gelten zurzeit die strengen Pandemie-Auflagen Bayerns, so dass die Anlage komplett geschlossen ist. Der Vorstand und das Trainerteam bleiben aber trotzdem an den Mitgliedern, insbesondere an den Jugendlichen dran. 420 Hockey-Mitglieder hat der Club, dazu noch über 300 Lacrosse-Aktive. Das Angebot ist seit Monaten ausschließlich digital, weil das persönliche Treffen nicht zulässig ist.

Und Rot-Weiß hatte für alle etwas im Portfolio. Bei einem Zoom-Meeting mit Xavier Reckinger konnten sich die Trainer*innen mit dem Damen-Bundestrainer über dessen Trainerphilosophie austauschen. „Das war ziemlich cool“, so Hockeyvorstand Nils Kowalczek, weil dort auch über den Tellerrand geschaut wurde, man zum Beispiel über das richtige Alter diskutiert hat, wann es für Kinder aus Leistungsgründen frühestens sinnvoll ist, einen Vereinswechsel in Betracht zu ziehen. Auch die Kids hatten Berührung mit den Olympiakadern. Für die Jungs kam Florian Fuchs in ein Meeting (Foto unten), die Mädels trafen Charlotte Stapenhorst. Die beiden Olympioniken beantworteten Fragen, die die Rot-Weiß-Kids im Vorweg über ihre Coaches gesammelt hatten. „Ich glaube, die beiden haben ihre Fangruppe damit mächtig vergrößert“, so Kowalczek.

In erster Linie aber versuchten die Vereinsverantwortlichen, ihre Teams in Bewegung zu halten. Im Sommer startete man die sechswöchigen „Rot-Weiß-München-Sommerspiele“. Es gab 14-tägige Challenges, die alle zwei Wochen komplett verändert wurden. Immer waren die drei Bereiche „Athletik/Laufen“, „Technik“ und „Kreatives“ abgedeckt. Die Jungs- und Mädelsteams der gleichen Altersklassen spielten miteinander. Und alle Teams hatten einen Mentor/eine Mentorin aus den 1. Damen oder 1. Herren, die nicht nur für das Coaching und das Motivieren zuständig waren, sondern als „Joker“ ihr Ergebnis der Challenges mit in die Wagschale werfen konnten. Auch der Ex-Nationalkeeper Kowalczek und der zweimalige Weltmeister Philip Crone waren dabei.

Die Ergebnisse wurden per Tracking-Apps und Beweisvideos und -fotos in den WhatsApp-Gruppen gesammelt. Und für alle Teams gab es tolle Preise, wie Standup-Paddling oder Open-Air-Kino-Event am Hockeyplatz, wenn sie die Challenges erfolgreich bestanden. Stark war, was bei den Kreativ-Challenges herauskam. So sollte aus allen möglichen Materialien wie auch gesammeltem Müll das Rot-Weiß-Logo gebildet werden, bevor der Müll natürlich umweltgerecht entsorgt wurde. „Ähnliche Challenges werden wir in Zukunft wohl auch unabhängig von der Pandemie in den Sommerferien starten, weil wir gemerkt haben, wie gut es funktioniert, um die Teams in Schwung und untereinander in Kontakt zu halten“, so Kowalczek.

Gerade angelaufen ist die „run, girls, run!“- beziehungsweise „run, boys, run!“-Challenge, bei der die Teams von Mädchen/Knaben B bis MJA/WJA gegen Laufleistungen der 1. Damen und 1. Herren anlaufen können. Den besten Jugendlichen winken hier Gutscheine vom Hockeyshop. „Damit wollen wir die Vorbildfunktion der Erwachsenenteams noch greifbarer machen“, erklärt der Hockeywart. Auch die wöchentlichen Zoom-Athletiktrainings, die viele Vereine inzwischen anbieten, laufen bei Rot-Weiß weiterhin. Die Hoffnung ist, dass die Kids die fleißig erworbene Fitness dann im April bei Jugendturnieren, die der Club zurzeit plant – ohne genau zu wissen, ob das bis dahin wieder geht – auf dem Platz präsentieren können.

zur ersten Folge: 1. Hanauer HTC

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