Souverän 4:2 gegen SpanierFour Nations Cup in Hamburg: Nach 0:2-Rückstand noch hoch verdienter 4:2-Sieger

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Honamas mit souveränem Sieg gegen Spanien

Four Nations Cup in Hamburg: Nach 0:2-Rückstand noch hoch verdienter 4:2-Sieger

23.06.2017 - Die deutschen Hockey-Herren haben beim Four Nations Cup in Hamburg auch das zweite Spiel klar gewonnen. Gegen Spanien geriet man zwar überraschend mit 0:2 in Rückstand, drehte die Partie dann aber noch in einen letztlich nie wirklich gefährdeten 4:2 (2:2)-Sieg. Am Sonntag um 12.30 Uhr treffen die HONAMAS im abschließenden Spiel um den Turniersieg auf Irland, das sich zuvor mit 7:2 (2:1) nicht weniger souverän gegen Österreich durchgesetzt hatte.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Wir haben heute sehr gut unsere Stärken durchgesetzt. Natürlich fühlte sich der 0:2-Rückstand nicht gut an, aber es war sehr gut, wie die Mannschaft das mit geduldigem Spiel gedreht hat. Vor allem in der zweiten Hälfte war es ein Spiel auf ein Tor. Da haben wir unheimlich viele Chancen kreiert, hatten viel Ballbesitz im gegnerischen Kreis. Von daher sind vier Tore fast schon ein bisschen zu wenig. Einziges Manko war, dass wir heute individuell nicht so gut verteidigt haben. Aber insgesamt war das ein gutes Spiel von uns.“

„Das war ein guter Test für uns. Wir haben viele Sachen sehr gut gemacht, lassen aber zu viele Chancen aus“, monierte Niklas Wellen, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde. „Nach der schmeichelhaften Führung der Spanier sind wir ruhig geblieben, haben weiter unser Spiel durchgezogen. Das hat sich dann ja auch ausgezahlt. Am Ende hätte es eigentlich auch höher ausgehen können.“

Das deutsche Team parierte die ersten, beinahe schon ungestümen Angriffe der Spanier recht unaufgeregt. In der 3. Minute musste Keeper Mark Appel einmal eingreifen, stieß dabei mit einem Spanier zusammen, konnte aber weiterspielen. Danach hatte Deutschland das Spiel eigentlich sicher unter Kontrolle. Niklas Wellen drang in der 6. Minute in den Kreis ein, konnte aber den spanischen Keeper Quico Cortes zwei Mal nicht überwinden. Auch eine Zeitstrafe für Mats Grambusch (8.) überstand man unbeschadet. Kurz darauf verpasste Jan Philipp Rabente im Rutschen einen Stecher nach Pass von der rechten Seite (11.). Fast aus dem Nichts ging dann aber Spanien in Führung. Nach einem schnell ausgeführten Freischlag auf der rechten Seite wurde der Ball nicht geklärt, und Alvaro Iglesias blockte ihn am langen Pfosten ungehindert ins Tor (13.). Timm Herzbruch schlug den Ball kurz vor der Viertelpause noch einmal in den Kreis, fand jedoch keinen Abnehmer.

Die Honamas legten gleich wieder druckvoll los. Christopher Rühr zwang Cortes mit einem Rückhandschuss zu einer Parade (17.). Die Spanier blieben aber mit Kontern gefährlich. Pau Quemada fing in der 20. Minute einen Schlenzer ab, war dann durch, konnte dann aber noch gestört werden, bevor er in den Kreis kommen konnte. Und nach einem Schlägerfoul im Kreis an Quemada bekamen die Iberer sogar einen Siebenmeter zugesprochen. Den verwandelte der Gefoulte selbst rechts unten zum überraschenden 0:2 aus deutscher Sicht (21.). Doch das deutsche Team ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken und legte umgehend seinen ersten Treffer auf. Ein Schuss von Timm Herzbruch traf einen spanischen Fuß im Kreis. Die Strafecke setzte Christopher Rühr sehenswert in den rechten Winkel (22.). Und nur eine Minute später war die Partie schon ausgeglichen. Niklas Wellen brachte den Ball von links in den Kreis und zog ab. Benedikt Fürk hielt noch den Schläger rein und trug sich so als Torschütze zum 2:2 ein. Die DHB-Herren erspielten sich in dieser Phase viele Kreisszenen, doch oft fanden die Querpässen keinen Abnehmer vor dem Tor. Auf der anderen Seite musste Mark Appel einmal mit dem Kicker gegen Alvaro Iglesias klären (29.), doch schon vor der Halbzeit lag der dritte Treffer für Deutschland in der Luft. Quico Cortes musste gegen einen Herzbruch-Schuss aufs lange Eck stark parieren (30.). In der nächsten Szene bekam Deutschland die Schlussecke in der ersten Hälfte. Lukas Windfeder hatte aber ein wenig zu genau gezielt und traf nur den linken Außenpfosten.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte hatte Deutschland die Partie noch klarer unter Kontrolle, spielte geduldig nach vorn, schaltete gut um und erarbeitete sich weitere Kreisszenen. Nach einem starken Antritt von Christopher Rühr kam der Ball über rechts in den Kreis zu Niklas Wellen, der die dritte Strafecke herausholte. Tom Grambusch scheiterte aber mit seinem Schlenzer am toll reagierenden Quico Cortes (38.). Jan Philipp Rabente holte in der nächsten Szene direkt die nächste Ecke, als er mit einem Rückhandschuss einen spanischen Fuß traf. Diesmal versuchte es Tom Grambusch flach, fand aber erneut im spanischen Schlussmann seinen Meister (39.). Die deutschen Herren hielten den Druck weiter hoch gegen die nun tief stehenden Spanier, die nur noch selten zu Entlastungsangriffen kamen. In der 41. Minute dann endlich der verdiente Lohn. Dieter Linnekogel „besorgte“ die fünfte deutsche Ecke. Diesmal spielte Lukas Windfeder eine 90-Grad-Variante auf Timm Herzbruch, der den Ball genau in den rechten oberen Torwinkel platzierte. Damit war die Partie gedreht, aber das deutsche Team blieb am Drücker. Nach einer langen Phase im spanischen Schusskreis war es Moritz Trompertz, der sich gut drehte und den Ball mit einhändig mit der Vorhand zum 4:2 ins kurze Eck bugsierte (43.).

Es war nun ein Spiel auf ein Tor. Deutschland dominierte das Geschehen beinahe nach Belieben. Spanien kam im Schlussviertel gar nicht mehr gefährlich vor das deutsche Tor. In der 47. Minute verzog Rühr nach einer Einzelaktion knapp links. Und auch Herzbruch sorgte mit einem Sololauf durch die Mitte für Gefahr (49.). Wollte man dem deutschen Team etwas vorwerfen, dann, dass es nicht noch ein, zwei Tore nachlegte. Niklas Wellen legte schön für Dieter Linnekogel auf, doch auch der zielte knapp neben das spanische Tor. Und auch die sechste Ecke in der Schlussminute nach einem Foulspiel an Moritz Trompertz brachte nicht das fünfte Tor, denn erneut entschied Cortes das Duell gegen Tom Grambusch für sich.

Tore:
1:0       Alvaro Iglesias (13.)
2:0       Pau Quemada (7m, 21.)
2:1       Christopher Rühr (KE, 22.)
2:2       Benedikt Fürk (23.)
-----------------
2:3       Timm Herzbruch (KE, 41.)
2:4       Moritz Trompertz (43.)

Strafecken:
ESP --- / GER 6 (2 Tore)

Grüne Karten:
Marc Salles (19.) / Mats Grambusch (8.)

Zuschauer: 1.700

Schiedsrichter:
Michael Eilmer (AUT) / Sebastien Michielsen (BEL)

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