Niederlage im zweiten VergleichDHB-Herren spielen mit drei Debütanten 1:1 in Dublin gegen Irland

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Niederlage im zweiten Vergleich

DHB-Herren spielen mit drei Debütanten 1:1 in Dublin gegen Irland

19.05.2018 - Am Samstagabend hat das deutsche Herrenteam – einen Tag nach dem bereits unbefriedigenden 1:1 – das zweite WM-Testspiel in Dublin gegen Irland 1:2 (1:0) verloren. Schlüssel zur Niederlage war die mangelnde Effektivität, die aus einer viel höheren Chancenquote nur einen Treffer hervorbrachte, während die Gastgeber nicht viel mehr als die beiden Torchancen hatten, die zu den Treffern führten. Das 1:0 für das DHB-Team hatte Timm Herzbruch bereits im ersten Viertel beigesteuert.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Das ist insgesamt ein sehr unbefriedigendes Ergebnis hier. Dabei haben wir insbesondere in der ersten Halbzeit vieles deutlich besser gemacht als gestern. Irland hat in der 27. Minute überhaupt erst die erste Torchance. Aber wir müssen uns ärgern, dass wir aus großer Überlegenheit ‚nur‘ ein Kontertor machen. Dann haben wir zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Bruch im Spiel, laden Irland durch zwei katastrophale Fehler zu den Toren ein. In der restlichen Spielzeit war es dann wieder besser, obwohl wir auch da Konter zugelassen haben. Mark Appel hält da gut. Wir haben hier unsere Baustellen aufgezeigt bekommen – so machen wir kein einziges Eckentor in den beiden Partien – und fahren deshalb jetzt etwas angepiekt nach Hause. Jeder Beteiligte ist zur Weiterarbeit aufgefordert, damit wir in einem Monat bei den nächsten WM-Lehrgängen vorwärtskommen.“
Christopher Rühr: „Das war heute mal eine Lehrstunde in Sachen Effektivität. Irland hat zwei Großchancen und macht zwei Tore. Und wir haben gefühlt 50 Kreiseintritte, aber gehen sehr naiv mit den Chancen um. Natürlich ist das auch dem geschuldet, dass wir hier mit einer sehr jungen, unerfahrenen Mannschaft sind. Dennoch darfst du gegen Irland dann nicht Unentschieden spielen und verlieren. Wir haben noch viel zu tun bis zur WM. Aber die Jungen haben sich hier ganz gut akklimatisieren und an das internationale Niveau herantasten können.“

Die Deutschen begannen druckvoll, erarbeiteten sich einige Powerplay-Situationen am irischen Kreis, indem sie den Aufbau der Gastgeber aggressiv störten und schnelle Ballgewinne erzwangen. Niklas Bruns hatte die erste gute Chance mit einem Rückhandschuss vom Kreisrand (7.), den der irische Keeper David Fitzgerald aber gut parierte. In der 9. Minute verpasste Hannes Müller am langen Pfosten einen Tipp-in, doch wegen Fuß eines Iren gab es die erste Ecke, bei der Fitzgerald aber erneut Sieger gegen Dieter Linnekogel blieb.
Nach schnell ausgeführter Langer Ecke kam Müller aus dem Rückraum zum Schuss, verfehlte das Tor aber knapp links. Eine schöne Kombination über Anton Boeckel, Bruns und Benedikt Fürk brachte Niklas Wellen in Schussposition, der mit seinem Abschluss aber auch keinen Erfolg hatte (12.). Als Max kapaun in der 14. Minute mit Grüner Karte auf die Strafbank musste, konterte das DHB-Team gut über Wellen und Boeckel. Am Ende war es der mitgelaufene Timm Herzbruch, der mit einem Rückhandschlag durch Fitzgeralds Beine die längst verdiente Führung erzielte (14.). Irland stand zu der Zeit zehn Meter vor dem eigenen Viertel und wartete ausschließlich auf Konterchancen.
Im zweiten Viertel ging es ähnlich weiter. Moritz Rothländer bereitete schön für Teo Hinrichs vor, dessen Schuss im letzten Moment noch abgefälscht wurde. Kurz darauf setzte Kapitän Martin Häner Hinrichs mit einem langen Schlenzer in Szene, der seinen Gegenspieler stehen ließ, aber im Kreis nicht zum Abschluss kam (18.). Die HONAMAS hatten weiterhin sehr viel Kontrolle. Aber jetzt wenig zwingende Aktionen mehr vorne. Die gute Defensive mit sehr variablem Spielaufbau waren der Schlüssel zum Erfolg.
Im dritten Viertel dann aber einmal kollektiver Tiefschlaf, als nach 45 Sekunden die Iren erstmals gefährlich im deutschen Kreis auftauchten und Shane O’Donoghue eine Flanke direkt vor Appel zum 1:1 ins lange Eck stach (31.). Und nur zwei Minuten später gab es ein Anspiel an den Kreisrand, wo sich Matthew Nelson schnell über die rechte Schulter drehte und trocken mit der Rückhand ins lange Eck zum 2:1 (33.) vollendete. Die Iren beim zweiten Mal im deutschen Kreis mit dem zweiten Tor.
Infolge entwickelte sich ein sehr unruhiges Spiel. Die Unsicherheit war den jungen Deutschen anzumerken. Mehrere leichte Fehler im deutschen Spiel verhalfen Irland dazu, besser ins Spiel zu kommen als in der ersten Halbzeit. In der 37. Minute erstmals wieder Gefahr im irischen Kreis. Aber ein Querball konnte vor den Einschuss bereiten deutschen Stürmern gerade noch von einem Iren abgefangen werden. In der 43. Minute ein Pass in den Kreis zu Wellen, der unter Bedrängnis mit der Vorhand aufs Tor schoss, aber am Goalie scheiterte.
In der 45. Minute sah Wellen eine Grüne Karte wegen Reklamierens. Irland hatte in Überzahl aber nur eine Flanke in den Kreis, die aber keinen Abnehmer fand. Im Schlussviertel baute das DHB-Team dann wieder starkes Powerplay auf, ohne jedoch wirkliche Gefahr im Kreis zu erzeugen. Der letzter Pass fehlt oft. Irland konterte in der 52. Minute gefährlich, doch Mark Appel zeigte gegen einen frei am langen Pfosten lauernden Stürmer eine Weltklasse-Parade. Kurz darauf erneut Konter Irland, doch Appel hatte mit einem Lupferversuch keine Probleme.
Dann kamen wieder die HONAMAS über Rühr und Fürk, doch Letzterer fand keinen Abnehmer vor dem Tor. Dann holte Rühr nach schnell ausgeführtem Freischlag die zweite deutsche Ecke (55.). Die Eckenvariante misslang, doch über die Stationen Rühr und Fürk kam Linnekogel noch zum Abschluss, aber Torwart Fitzgerald hielt zum wiederholten Mal.
Bei einem Torschuss von Bruns bekam im letzten Moment ein Ire seinen Schläger dazwischen (56.). Kermas nahm nun Appel für einen elften Feldspieler vom Platz – Häner hatte nun die Torwartrechte (57.). Doch es kam keine Großchance mehr für die Deutschen heraus, bis ein Stockfoul an Wellen zu einer Schlussecke führte. Häner schlenzte in die erste Welle rein, den Nachschuss hielt Fitzgerald. Der zweite Nachschuss war drin, aber der Schiedsrichter hat zuvor erneut Ecke gegeben. Und die 90-Grad-Variante auf Rühr wurde dann abgelaufen, so dass es beim 1:2 blieb.

Tore:
0:1       Timm Herzbruch (14.)
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-
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1:1       Shane O’Donoghue (31.)
2:1       Matthew Nelson (33.)
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0:1       Dieter Linnekogel (49.)
1:1       Shane O’Donoghue (KE, 50.)

Ecken:
IRL keine / GER 4 (kein Tor)

Grüne Karten:
- / 2 (Kapaun, Wellen)

Schiedsrichter:
Bruce Bale (ENG) / Ian Strange (IRL)

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