MU21: „Mehr Killerinstinkt“MU21-Bundestrainer zieht positives Lehrgangsfazit, sieht aber bis zur WM noch Offensivpotential

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Johannes Schmitz: „Den Killerinstinkt müssen wir für uns noch gewinnen“

MU21-Bundestrainer zieht positives Lehrgangsfazit, sieht aber bis zur WM noch Offensivpotential

12.07.2021 – Durchaus mit einem positiven Fazit geht Junioren-Bundestrainer Johannes Schmitz aus dem Lehrgang vom 4. bis 11. Juli 2021 im spanischen Terrassa. Dass für sein Team nach Vorrundensiegen gegen Belgien (2:1) und die Niederlande (4:3) sowie einem Remis gegen Spanien (1:1) am Ende im Finale gegen Belgien (2:4 n. Penaltyschießen) nur ein zweiter Platz und damit Silber heraussprang, ist nur ein kleiner Wermutstropfen für den Bundestrainer. Schmitz hat bereits die Weltmeisterschaft im Dezember in Indien im Blick. Wir sprachen nach der Rückkehr aus Spanien mit dem Junioren-Bundestrainer über den Lehrgang.

Johannes Schmitz, Sie haben bei dem Lehrgang im Rahmen eines Vier-Nationen-Turniers gegen Belgien, Spanien und die Niederlande testen können. Welche Erkenntnisse ziehen Sie aus den zurückliegenden sieben Tagen Lehrgang?
Wir haben von Spiel zu Spiel eine gute Entwicklung gezeigt. Gerade bei den taktischen Elementen haben wir deutliche Schritte nach vorne gemacht. Ich habe gesehen, wie in der Mannschaft die fast schon gewohnte Leidenschaft aufgeblitzt ist. Dieses Teamgefühl zeichnet die Truppe aus und hat uns in einigen engen Phasen hier teilweise auch schon den Sieg gebracht. Mit Blick auf den Turnierausgang zu sagen, dass ich mit dem zweiten Platz im Turnier zufrieden bin, damit tue ich mich schwer. Ich finde es schade, dass die Jungs sich nicht mit dem Turniersieg belohnt haben.

Wie sehen Sie denn nach diesem Turnier die europäische Konkurrenz? Wo stehen die deutschen U21-Herren da? Und mit Blick auf die WM: Wer wird da außerhalb Europas noch eine Rolle spielen?
Alle Teams sind relativ auf Augenhöhe, keines ist in Terrassa abgefallen. Alle vier Mannschaften haben eine ähnliche Leistungsdichte und wir sind da absolut auf Augenhöhe. Über den europäischen Tellerrand zu schauen, fällt mir durch die Pandemie schwer. Für Europa haben wir jetzt eine Momentaufnahme, darüber hinaus dürften Indien und Australien eine große Rolle spielen. Aber das ist gerade wirklich noch nicht richtig ersichtlich.

Nach den Spielen haben Sie häufig Herausforderungen in der Offensive angesprochen. Welche sind das und was lässt sich da justieren?
Grundsätzlich wird bei U21-Länderspielen härter und enger verteidigt, als im normalen Hockey-Alltag. Daran müssen sich die Jungs erst wieder gewöhnen, durch die Pandemie hatten sie zuletzt ja weniger Länderspiele. Das ist ein wesentlicher Baustein. Auf internationalem Niveau entscheiden Kleinigkeiten enge Spiele: da die Ecke ziehen, dort den Torschuss generieren. Das fehlte manchmal noch. Ich nenne das den „Killerinstinkt“, den sollten wir für uns noch gewinnen.

Wir haben Mitte Juli, Ende November soll die U21-WM in Indien stattfinden. Wie sieht der Weg der Junioren bis dorthin aus?
Nach diesem Lehrgang ist es erst einmal wichtig, dass die Jungs abschalten. Und auch mal in den Urlaub fahren, bevor in den Bundesligen wieder die Vorbereitung beginnt. Momentan habe ich den Wunsch, Mitte Oktober zum Zeitpunkt der Pro-League-Spiele der Honamas und Danas einen U21-Lehrgang und Länderspiele gegen England zu absolvieren. Bevor wir uns dann auf den Weg zur WM machen, treffen wir und noch einmal ein paar Tage vorher in Deutschland und sorgen für den letzten Feinschliff.

Johannes Schmitz, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Die Berichte zu den Spielen der männlichen U21 im Rahmen des Terrassa-Lehrgangs:

(ao)

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