ECup: Platz 2 für UHC-DamenKnappe 1:2-Niederlage gegen HC Den Bosch im Finale des EuroHockey Club Cup

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Europacup: UHC-Damen scheitern denkbar knapp am Seriensieger

Knappe 1:2-Niederlage gegen HC Den Bosch im Finale des EuroHockey Club Cup

05.06.2017 - Zwei Standardsituationen haben das Finale des European Club Cup, des Damen-Europapokals der Landesmeister in s’Hertogenbosch entschieden. Durch den 2:1-Erfolg des Serien-Siegers HC Den Bosch verdiente sich die mehrfache Welt-Hockeyspielerin Maartje Paumen einen weiteren Titel zum Karriereende, während die UHC-Damen den ersten deutschen Sieg seit 1999 (RW Köln) knapp verpassten. Dabei haben die Hamburgerinnen den hohen Favoriten speziell nach dem 1:1 von Eileen Hoffmann vor eine schwere Aufgabe gestellt. Erst eine Eckenvariante von Paumen auf Pien Sanders brachte die Entscheidung. UHCs Torfrau Yvonne Frank wurde zu ihrem Karriereende verdient zur besten Torhüterin des Turniers gekürt. (Foto: worldsportpics.com)

Claas Henkel: „Wir haben etwas tattrig begonnen und konnten vielleicht sogar dankbar sein, dass es nach einem Viertel nur 0:1 stand, aber unser zweites Viertel fand ich bockstark! Da war das 1:1 zur Pause auch verdient. Im dritten Viertel kriegen wir sie zwar noch gut weggehalten von unserem Kreis, haben aber selbst nicht mehr so den Punch. Und am Ende fehlten nach den vielen harten Spielen in letzter Zeit wohl auch ein wenig die Körner. Aber wir können mega stolz sein. Endlich konnten wir mal ein niederländisches Team im Halbfinale aus dem Weg räumen, und den Respekt von Den Bosch vor uns hat man auch gemerkt, denn die haben in der zweiten Hälfte immer mit fünf Mann hintendrin gestanden, um unsere Konter in den Griff zu kriegen. Ich denke, das deutsche Damenhockey ist auf einem richtig guten Weg, wie man ja auch am Sieg der Münchnerinnen in der Club Trophy sieht – Gratulation von uns nach München dafür! Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir mit dem deutschen Damenhockey nächste Saison nicht endlich wieder zwei Startplätze im Club Cup hätten!“

Die favorisierten Gastgeberinnen starteten vor heimischer Kulisse sofort mit viel Druck, hatten ihre erste Chance schon in der 1. Minute, als Nicola Scharlau in der Mitte klären konnte. Der UHC in der Anfangsphase mit wenig Entlastung, weil die Bälle früh verloren wurden. Frank rettete in der 5. Minute gegen einen Vorhandschuss sicher. Doch Den Bosch blieb am Drücker, schnürte den UHC ein, der sich immer wieder starkem Pressing ausgesetzt sah. Nach etwa zehn Minuten dann erste gute Ansätze, die auch erstmals zu Gefahr im Kreis der Gastgeberinnen führten.
Im Konter holte sich Den Bosch allerdings auch die erste Ecke, die Superstar Maartje Paumen mit einem flachen Schlenzer auf Yvonne Franks Handschuhseite zum 1:0 (10.) nutzen konnte. Nr. 18 verpasste in der 14. Minute das 2:0, als sie frei zum Schuss kam, aber links ans Außenbrett verzog. Kurz vor der Viertelpause sah Jana Teschke dann auch noch Grün für ein Foul, so dass der UHC zwei Minuten in Unterzahl zu überstehen hatte.
Das schafften die Hamburgerinnen recht souverän. Doch in Gleichzahl hätte Den Bosch fast das 2:0 erzielt, als ein Stecher knapp verpasst wurde. Der UHC dann aber mit gutem Offensivspiel, war aber im Anspiel in den Kreis noch nicht effektiv genug. Immerhin wurde der Seriensieger jetzt mal länger ins eigene Viertel gepresst. Und dann war ein starker Rechtsangriff über Müller-Wieland und Mävers, der den etwas überraschenden Ausgleich durch Eileen Hoffmann brachte (21.). Die Nationalspielerin nahm eine Flanke von Mävers als Volley-Abfälscher ins lange Eck.
Den Bosch reagierte sofort, bekam seine zweite Ecke in der 23. Minute, die gut gehalten wurde. Als Paumen den Konter mit der Anrufung des Video-Schiedsrichters zu spät unterbrach, sah sie die Grüne Karte. Der UHC nun in Überzahl, konnte die Niederländerinnen einschnüren, aber verpasste in Person von Hoffmann eine gute Stecherchance (25.). Den Bosch drückte nach der Unterzahl dagegen, aber der UHC stand recht gut. Im Konter holte Mävers die erste Ecke (28.) für die Hamburgerinnen, die eine zweite nach sich zog. Der Schlenzer von Celine Wilde ging aber knapp rechts neben das Tor.
Doch auch Den Bosch bekam noch eine Ecke vor der letzten Viertelpause, als eine Hamburgerin nach einem von Frank abgewehrten Schuss Fuß machte. Doch Paumens Schlenzer wurde von Mävers stark abgelaufen, ein Nachschuss ging deutlich über das Tor. So blieb es zur Pause beim etwas glücklichen, aber aufgrund des zweiten Viertels auch nicht unverdienten 1:1 aus Sicht des UHC.

Den Bosch kam mit viel Druck aus der Kabine und holte sich gleich die vierte Ecke (32.). Die wurde aber gut verteidigt und der UHC konterte über Hoffmann gefährlich. Anders als Englands Meister Surbiton am Vortag, das nach 1:1 zur Pause von den Holländerinnen überrannt worden war und 1:7 verlor, hielt der UHC stark dagegen, kam zu vielen eigenen Aktionen. Sanders und Mävers wurden beide mit Grün auf die Strafbank geschickt, aber der UHC blieb am Drücker. Und hinten passte Frank gut bei einem Konter auf (39.).
Es lief überhaupt nicht nach den Vorstellungen Den Boschs, was man gut am Gesicht von Maartje Paumen ablesen konnte, die immer wieder verärgert nach Anspielen suchte. Frank war bei den wenigen Chancen der Gastgeberinnen gut postiert. Es gab eine umstrittene Ecke für Den Bosch bei noch 20 Sekunden auf der Uhr im dritten Viertel. Und die führte zum 2:1 (45.) für den Favoriten, weil Paumen, die später als beste Turnier-Torschützin und beste Spielerin geehrt wurde, mit ihrem Schlenzer den Rückhandstecher von Herausgeberin Pien Sanders fand.
Nun musste der UHC im Schlussviertel zurückschlagen. Das versuchten die Hamburgerinnen auch, aber liefen natürlich Gefahr, dass Den Bosch seine gefährlichen Konter setzen konnte. Mit hohem Pressing versuchten die Holländerinnen, den UHC aus ihrer Hälfte zu halten. Das gelang auch über weite Strecken gut. So brauchten die Henkel-Schützlinge Geduld, um noch zu ihrer Ausgleichschance zu kommen. Schade, dass Hoffmann ein langes Anspiel rechts in den Kreis nicht stoppen konnte (56.). So hatte Den Bosch im Konter die Chance auf die Entscheidung, verpasste aber ebenfalls knapp.
Ein Ballverlust von Scharlau am gegnerischen Viertel führte zum nächsten Konter, den Frank vereitelte (59.). Den Bosch spielte nun auf Zeit. 55 Sekunden vor Ende nahm Trainer Claas Henkel Frank noch für eine elfte Feldspielerin vom Platz. Es gab noch einen letzten Versuch, aber eine halbhohe Flanke wurde von der Den Boscher Abwehr entschärft.

Tore:
1:0       Maartje Paumen (KE, 10.)
1:1       Eileen Hoffmann (22.)
---------------------
2:1       Pien Sanders (KE, 45.)

Ecken:
HCD 5 (2 Tore) / UHC 2 (kein Tor)

Schiedsrichter:
Sarah Wilson (SCO) / Laureen Delforge (BEL)

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