Rio: Ein Punkt zum AuftaktDie DHB-Damen haben am Sonntagnachmittag in Rio gegen China 1:1 gespielt

Endrunden mit RespektChef-Nachwuchstrainer Valentin Altenburg wünscht sich ein gutes Miteinander bei den Endrunden

Als Team zur FIH Pro LeagueBis zu 15 Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) mit zwei Betreuern für 120,- Euro am Tag

Kampagne mit Timur OruzBeide DHB-Teams gehören zur EltePlus-Förderung von PwC und der Deutschen Sporthilfe

····

Rio: Ein Punkt zum Auftakt

Die DHB-Damen haben am Sonntagnachmittag in Rio gegen China 1:1 gespielt

Die deutschen Damen haben sich zum Auftakt in Rio mit dem Weltranglisten-Sechsten China die Punkte geteilt. Das DHB-Team war durch ein Traumtor von Lisa Altenburg früh in Führung gegangen, hatte dann aber im zweiten Viertel etwas den Faden verloren und kurz vor der Pause den Ausgleich kassiert. Torhüterin Kristian Reynolds hielt ihr Team danach mit etlichen Glanzparaden im Spiel, ehe China in der Schlussphase nach Eckenserie der Deutschen auch froh sein durfte, dass es beim 1:1 blieb. Am morgigen Dienstag folgt nun Neuseeland als Gegner um 18.30 Uhr deutscher Zeit. (Fotos: Worldsportpics.com)

Bundestrainer Jamilon Mülders: „Das 1:1 geht völlig in Ordnung. Wir haben es über große Teile der Partie nicht geschafft, uns eng miteinander zu verbinden und zusammenzuspielen. Im dritten Drittel haben wir etwas mehr Zugriff bekommen, aber insgesamt war es eine typische Auftaktperformance noch mit viel Nervosität und Unruhe. Das macht mich aber überhaupt nicht nervös. Die Ausgangslage hat sich ja nicht verändert. Es geht darum, am Ende der Vorrunde mindestens Vierter zu werden, und auf dem Platz stehen wir ja jetzt gerade.“
Janne Müller-Wieland: „Wir machen uns keinen Stress mit dem 1:1. Hätte auch deutlich schlechter laufen können. Wir sind gut reingekommen, haben uns ein paar Sachen rausgespielt. Geht am Ende aber auch in Ordnung, dass wir das nicht gewinnen!“
Lisa Altenburg: „Wenn man Unentschieden spielt, ist man nie zufrieden, denn man will ja immer gewinnen. Aber insgesamt war es ein guter Start für uns, bei dem wir mit dem Punkt zufrieden sein müssen. Auch wenn man führt, ist die Anspannung groß im olympischen Auftaktspiel. Da kann es passieren, dass man den Faden mal etwas verliert.“
Kristina Reynolds, angesprochen auf ihren starken Auftritt: „Ich bin auch zufrieden mit meiner Leistung. Würde mir wünschen, dass wir weiter so strukturiert spielen, wie im Auftaktviertel. Es war nicht leicht für unsere Spielerinnen, den Ball zu halten gegen diese wuseligen, super aggressiven Chinesinnen. Neuseeland ist rein nominell schon eine etwas härtere Nummer, aber wenn wir uns weiter steigern, können wir auch da etwas holen!““

Das DHB-Team begann die Partie mit hohem Ballbesitz-Anteil. China setzte auf Konter, kam aber nicht durch. Dann brachte eine ganz starke Balleroberung von Anne Schröder das 1;0 möglich, Charlotte Stapenhorst passte auf Lisa Altenburg in die Mitte, die mit einem gefühlvollen Rückhandchip die Torfrau überwand. Das frühe 1:0 (4.) durchaus verdient. Das DHB-Team mit starkem Aufbau. Nach Linksangriff kam Lisa Marie Schütze in der Kreismitte an die Kugel, kam aber nicht sauber zum Abschluss. Ein krasser Ballverlust von Janne Müller-Wieland brachte China dann das erste Mal in den deutschen Kreis, wo Kristina Reynolds gegen zwei Chinesinnen brillant für ihre Kapitänin rettete (7.).
Anne Schröder sah kurz darauf Grün für ein Foul. In Unterzahl kamen Altenburg und Stapenhorst zu einer Großchance, als Stapenhorst einen Volley aus fünf Metern nicht hart genug traf, um Li Dongxiao zu überwinden. Das DHB-Team blieb am Drücker, hatte mehr vom Spiel und überstand die Unterzahl ungefährdet. Glück, dass kurz darauf ein Ball am langen Pfosten durchlief und Yu Chang die Kugel 50 Zentimeter vor der Linie verfehlte. Nach Flanke von Julia Müller von links verfehlte Stapenhorst das Tor mit einem Stecher nur ganz knapp rechts (13.).
Die Chinesinnen erhöhten dann etwas den Druck, ohne jedoch vorn zu richtig guten Chancen zu kommen. Die Chinesinnen bekamen in der 21. Minute eine umstrittene Strafecke. Die erste wurde stark von Oldhafer abgelaufen auf Kosten einer zweiten und auch die holte die Kölnerin ab. Stark! China aber jetzt mit mehr Spielanteilen. Das DHB-Team zog sich oft bis an die Mittellinie zurück, um punktuell überfallartig zu pressen. Ein starker Linksangriff über Altenburg wurde dann mal erst am Pfosten von China gestoppt (24.). Das DHB-Team dann mal wieder selbst mit mehr Aktionen, schnürte China ein. Mävers hatte nach Powerplay eine gute Chance, konnte diese aber aus kurzer Distanz nicht nutzen.
Ein Fußspiel im Kreis von Lisa Marie Schütze bescherte China dann die dritte Ecke (28.). Und die wurde als Stechervariante am kurzen Pfosten von Yang Peng zum 1:1 genutzt. So stand es zur Pause 1:1 – etwas schmeichelhaft für die Chinesinnen, die aus dem Spiel heraus weniger gute Torchancen hatten. Das DHB-Team war im ersten Viertel deutlich überlegen, hätte vielleicht sogar höher als 1:0 führen können. Die Dominanz ging im zweiten Viertel aber verloren, so dass der Ausgleich auch nicht völlig unverdient war.
Das dritte Viertel begann verhalten von beiden Seiten. Erst Fehler in der Defensive brachten China nach fünf Minuten mal wieder gefährlich in den Kreis der Deutschen. China bekam in der 38. Minute erneut eine umstrittene Ecke. Die konnte geklärt werden. Aber viele schnelle Ballverluste und technische Fehler bescherten den Asiatinnen jetzt eine Überlegenheit. Die konnten die allerdings auch nicht wirklich nutzen. Es war jetzt auf beiden Seiten etwas zu fehlerhaft, sehr nervös geführt. Wenig klare Aktionen. Ein Stecherversuch von Pia Oldhafer, nach langem Ball von Julia Müller, verfehlte das Tor. In einem Powerplay hatten die Deutschen dann in der Schlussminute noch drei gute Chancen durch Oldhafer und Müller, konnten aber nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen.
Die Deutschen kamen mit mehr Drive aus der letzten Pause, machten Druck und hatten mehr vom Spiel. Hauke sah dann aber Gelb für ein Schlägerfoul, musste fünf Minuten auf die Strafbank (50.). Das DHB-Team stark in Unterzahl, dominierte weiter. Doch dann Konter China, und Reynolds musste all ihre Klasse aufbieten, um die Szene zu entschärfen. China nur durch Konter gefährlich, aber die hatten es in sich. Reynolds musste in der 63. Minute zwei Mal eine Glanzparade zeigen, um ihr Team im Spiel zu halten.
Als Hauke wieder drin war, schnürte das DHB-Team China ein. Und dann holte das DHB-Team in der 65. Minute seine erste Ecke. Stapenhorsts Schlenzer landete an einem Fuß. Es gab die nächste Ecke. Und nach Schuss von Müller die Dritte hinterher. Doch wieder wurde abgewehrt. So ging es mit 1:1 in die letzten vier Minuten. Nach einer Freistoß-Fehlentscheidung gegen Teschke kam China in der nächsten Situation zur vierten Ecke. Die wehrten Müller und Reynolds im Doppelpack ganz stark ab. Auf der anderen Seite hatten Schütze und Teschke gute Torschusschancen. Es stand nun komplett auf der Kippe. Der letzte Angriff gehörte den Deutschen, die aber nicht konsequent genug im Abschluss waren. So blieb es beim Remis im Auftaktspiel.

Tore:
0:1 Lisa Altenburg (4.)
1:1 Yang Peng (KE, 28.)
--------------
-

Strafecken:
CHN 4 (kein Tor) / GER 3 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 1

Gelbe Karten:
GER 1

Schiedsrichter:
Melissa Trivic (AUS) / Sarah Wilson (GBR)

Hauptpartner

Premium-Partner

 

 

Pool-Partner