wU21: Interview mit Marc HallerIm November startet in Chile die Juniorinnen-WM. Im Vorfeld ein Interview mit dem Bundestrainer.

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wU21: Interview mit Marc Haller

Im November startet in Chile die Juniorinnen-WM. Im Vorfeld ein Interview mit dem Bundestrainer.

Nach den Olympischen Spielen von Rio steht vom 23. November bis zum 4. Dezember bereits das nächste internationale Highlight für das deutsche Hockey auf dem Programm. In Santiago de Chile geht es dann der deutsche Juniorinnen-Kader um die Weltmeisterschaft – also genau an dem Ort, wo es für die weibliche U21 des Deutschen Hockey-Bundes im Jahr 2005 mit Rang zwei die letzte Podiumsplatzierung gab. Knapp zweieinhalb Monate vor Turnierstart gibt Bundestrainer Marc Haller einen Einblick in die letzte Phase der Vorbereitung.

Herr Haller, ihre Spielerinnen stecken – was die Nationalmannschaft angeht – praktisch in der Sommerpause. Die letzte Maßnahme war im Juli. Wie überbrückt man diese Zeit?
Das ist richtig. Leider war es in den vergangenen Wochen nicht möglich, einen Lehrgang zu realisieren. Erst Anfang Oktober treffen wir uns in Heilbronn wieder. Aktuell bringen sich die Spielerinnen in den Vereinen wieder auf Betriebstemperatur. Auf den Grundlagen, die dort gerade gelegt werden, können dann wieder aufbauen.

Was steht noch an bis zur Abreise nach Südamerika?
Die letzten Maßnahmen mit dem Pfingstturnier in Kreuznach und den Länderspielen gegen China in Norderstedt waren sehr vielversprechend. Zum Start in die heiße Phase spielen wir in Heilbronn gegen den österreichischen A-Kader. Danach steht dann auch schon die Nominierung an. Wenig später reisen wir dann zu einem wichtigen Vorbereitungsturnier nach Valencia – gemeinsam mit den Junioren. Es gibt noch Länderspiele gegen Holland, kurz bevor wir dann relativ früh nach Chile abreisen. Dort wollen wir uns ausreichend akklimatisieren und haben dann noch einige Testspiele vor Ort, unter anderem gegen Chiles A-Kader.

In einem Jahr, wo Hockey-Deutschland durch das gute Abschneiden bei Olympia noch vor Euphorie sprüht, ist es da leichter, das Team für den Saisonhöhepunkt zu motivieren?
Die Euphorie ist bei dieser Mannschaft eigentlich immer enorm hoch. Das war zum Beispiel bei dem eigentlich unwichtigen, aber gut besetzten Nationen-Turnier in Holland im letzten Jahr gut zu beobachten. Da haben sich die Mädels aus sich selbst heraus so gepusht. Und ich denke, wir werden jetzt zur Weltmeisterschaft nochmal eine Schippe drauflegen können. Wir müssen uns vor Augen führen, dass wir die Mädels für den A-Kader ausbilden. Und da ist eine Weltmeisterschaft natürlich ein ganz wichtiger Zwischenschritt.

In der Vorrunde geht es gegen Vize-Weltmeister Argentinien sowie gegen Frankreich und Japan. Wo ordnen Sie ihr Team leistungsmäßig ein?
In dieser Gruppe sind wir sicher nicht der Außenseiter, müssen das Viertelfinale als Erster oder Zweiter erreichen. Das ist das klare Ziel. In der KO-Runde kann es dann schon eher passieren, dass wir uns in einem Spiel als Außenseiter wiederfinden. Aber das werden wir dann sehen und die Herausforderung entsprechend annehmen.

Sie hätten ja sogar die Möglichkeit, Spielerinnen zu nominieren, die bereits im Bronzeteam von Rio standen. Gibt es da entsprechende Absprachen?
Die gibt es dahingehend, dass wir genau prüfen, was diesbezüglich möglich ist. Annika Sprink zum Beispiel kommt aufgrund ihrer Verletzung nicht in Frage. Andere müssen sehen, ob sie nach Olympia beruflich mehr eingespannt sind. Und dann müssen wir natürlich schauen, wie die individuelle Belastungssituation ist. Wir haben ja im nächsten Jahr beide Europameisterschaften. Da werden wir uns intensiv mit Damen-Bundestrainer Jamilon Mülders austauschen und dann entscheiden, wen wir nach Santiago mitnehmen können. Unabhängig davon hat sich die Mannschaft aber so gut entwickelt in den letzten Monaten, dass wir mittlerweile über eine Qualität verfügen, mit der wir – egal in welcher Konstellation – bei der WM ein Wort mitreden können.

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