SHHV: Hockey im Norden auf KursTSV Husum als 20. Verein des Verbandes begrüßt / Sorge um Jahrgänge 2003 und jünger

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Verbandstag Schleswig-Holstein: Hockey im Norden auf Kurs

TSV Husum als 20. Verein des Verbandes begrüßt / Sorge um Jahrgänge 2003 und jünger

22.05.2017 - „Der Hockeysport in Schleswig-Holstein liegt weiter auf Kurs“, dieses gemeinsame Fazit zogen die Vereinsvertreter und der Vorstand beim diesjährigen Verbandstag im nördlichsten Bundesland. Im Vereinsheim des TSV Fahrdorf, erst seit 2015 als neuer Hockeyverein Mitglied im SHHV, konnte Präsident Stephan Boness neun der 20 Vereine sowie Bernd Küpperbusch, Vorstandsmitglied des Landessportverbandes SH, begrüßen.

Und Bernd Küpperbusch kam mit einer ganz besonderen Botschaft: Für über 40-jährige, ehrenamtliche Übungsleiter-Tätigkeit mit den Hockey-Minis des LBV Phönix Lübeck, wurde Christel Schneider mit der Verdienstnadel des LSV Schleswig-Holstein ausgezeichnet, nachdem ihr bereits vor vier Wochen die Silbernen Ehrennadel des SHHV verliehen wurde. Leider konnte sie die Verdienstnadel nicht persönlich entgegennehmen, dies übernahm stellvertretend der Hockey-Abteilungsleiter des LBV Phönix, Tobias Philipp (s. Foto).

In den anschließenden Ressortberichten des Vorstandes wurde deutlich, dass es, trotz einer insgesamt positiven Entwicklung, Bereiche gibt, in denen besondere Aufmerksamkeit gefordert und aktives Nachsteuern erforderlich ist. Sehr erfreulich ist das kontinuierliche Wachstum: Im letzten Jahr konnte mit der Hockeyabteilung des TSV Husum der 20. Verein im Verband begrüßt werden. Die Hockeyabteilung aus Husum ist auf eine Schulhockey-Initiative des Vize-Präsidenten André Sirch zurückzuführen, der innerhalb von 1,5 Jahren 25 hockeybegeisterte Mädchen und Jungen in die neu gegründete Abteilung aufnehmen konnte. So wird die „graue Stadt am Meer“ um eine hockey-bunte Facette bereichert. 

Obwohl der Gesamt-Mitgliederstand leicht auf 2.506 gestiegen ist - im übrigen gegen den Trend innerhalb des Landesportverbandes S-H ist, sind aber die Rückgänge bei den Mädchen der Jahrgänge 2003 und jünger zum Teil besorgniserregend. Dies zeigt sich durch rückläufige Mannschaftsmeldungen und deutlich weniger Teilnehmerinnen für den Perspektivkader. Auch im Jungenbereich sind die Zahlen rückläufig, jedoch (noch) nicht in der gleichen Dimension wie bei den Mädchen. Vereine und Verband sind hier intensiv gefordert, diesen Trend zu stoppen und, wenn möglich, umzudrehen. Im Schulterschluss mit den Vereinen sind erste Maßnahmen bereits eingeleitet worden.

Die Finanzlage des Verbandes im Berichtsjahr war positiv, und die Kassenprüfer attestierten dem Vorstand einen korrekten und sorgsamen Umgang mit den knappen finanziellen Ressourcen. Im Anschluss erteilte die Versammlung dem Vorstand einstimmig die Entlastung. Bei den turnusmäßigen Wahlen des Vize-Präsidenten André Sirch, Vorstand Finanzen Dirk Bornhöft und Vorstand Schiedsrichter Stephan Boness wurden alle einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenfalls bestätigt wurde Jugendwartin Jenny Umbach, deren Wahl beim Jugendverbandstag im März ebenfalls einstimmig war.

Nachdem die beiden Posten der Beisitzer in den letzten zwölf Monaten unbesetzt waren, konnte mit Regina Rang eine ausgewiesene Sportmanagement-Fachfrau gewonnen werden. Sie wird als Beisitzerin im Vorstand den Bereich Verbandsentwicklung/Kooperationen verantworten.

In eine weiterhin gute Richtung hat sich das Schiedsrichterwesen entwickelt. Gemeinsam mit den sehr regen SR-Obleuten in Kiel, Ahrensburg, Lübeck und Holstein Hockey konnten mehr als 70 ambitionierte Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter lizenziert werden. Umso größer ist der Wermutstropfen für die Vereine, dass Jan Reimers nicht mehr als Nachwuchsschiedsrichter-Referent zur Verfügung steht. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr qualifizierte Nachwuchsschiedsrichter benötigt werden, leider eine Lücke, die nur schwer zu kompensieren sein wird.

Mit Freude konnte bekanntgegeben werden, dass es gelungen ist, mit Frank Heinrich einen erfahrenen Hockeytrainer als Landestrainer für den männlichen Bereich zu verpflichten. Gleichzeitig wurde die Struktur des Landestrainerstabes um Co-Trainer erweitert, um so deutlich verbesserte Trainingsangebote-/inhalte für die Perspektiv- und Landeskader zu ermöglichen. Dass darüber hinaus die großen Vereine bereit sind, ihre Vereinstrainingszeiten zu koordinieren, um genügend Zeitfenster für die Sichtungs- und Auswahltrainings zu generieren, zeigt, dass der gewollte Schulterschluss zwischen den Vereinen und dem Verband funktioniert.

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