Tokio 2021 fest im BlickKais al Saadi: "Dankbar für das Privileg, uns im Lockdown auf Olympia vorbereiten zu können"

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Tokio 2021 fest im Blick

Kais al Saadi: "Dankbar für das Privileg, uns im Lockdown auf Olympia vorbereiten zu können"

22.01.2021 - Drei Mal hat sich der Herren-Olympiakader Ende des letzten Jahres und nun erstmals im Januar für Vorbereitungslehrgänge auf Tokio 2021 getroffen. Die Mannschaft und der Trainerstab gehen mit diesen aktuellen Ausnahmegenehmigungen für das Spitzensport ebenso dankbar wie verantwortungsvoll um. Die Lehrgänge fanden alle in der Traglufthalle des Mannheimer HC statt, die – ebenso wie das Teamhotel – nach ausgeklügelten Hygienekonzepten und mit einem engmaschigen Testsystem für alle Beteiligten versehen wurden.

„Wir wissen, dass es ein großes Privileg ist, dass wir im Lockdown unseren Sport ausüben können, und sind dankbar, dass wir uns für die EM und Olympia professionell vorbereiten können“, betont Herren-Bundestrainer Kais al Saadi. „Inzwischen haben wir uns an das strenge Hygienekonzept und die ständigen Tests gewöhnt. Man merkt den Jungs an, dass mit diesem Sonderstatus auch die Verpflichtung verbunden ist, sich bestmöglich auf die Spiele vorzubereiten. Die sind ausgesprochen diszipliniert, hängen sich rein, und geben Gas. Mit der Einstellung des Teams bin ich zu 100 Prozent zufrieden!

Al Saadi hat den A-Kader für diese Lehrgänge im Corona-Ausnahmemodus bewusst um ein paar wenige Perspektivkader- und U21-Spieler erweitert, weil die angedachten Testländerspiele nicht realisierbar waren. Um trotzdem Spiele auf gutem Niveau abbilden zu können, wurde das Team in der Bubble so erweitert, dass zwei komplette Mannschaften gegeneinander antreten können. Es sei deshalb – gerade für Winterlehrgänge – eine recht hohe Qualität feststellbar, was mit der Motivation der Aktiven zu tun habe.

„Die Jungs haben über den Winter zuhause sehr wenig Hockeytraining durchführen und keine Matches spielen können“, so al Saadi. „Deshalb brennen sie geradezu auf Hockey, wenn sie hier ankommen. Ich muss hier als Bundestrainer eher mal bremsen anstatt anzutreiben.“ Trotz der guten Einstellung und Lehrgangsqualität trainiert die Mannschaft zurzeit im luftleeren Raum, weil man durch fehlende Vergleiche mit anderen Nationen nicht wisse, wo man genau steht.

Am Wochenende ist der vierte und vorerst letzte Lehrgang in der Mannheimer Bubble angesetzt. Dann hoffen alle Beteiligten, dass auch für die Bundesliga eine Vorbereitung in Form von hygienekonformem Training möglich wird. Das Nationalteam hat Anfang März schließlich in Amstelveen die ersten Pro-League-Partien des Olympiajahrs auf dem Programm. „Der Crefelder HTC stellt uns für die Vorbereitung darauf seinen Platz mit dem Olympiarasen zur Verfügung und unterstützt uns – wie jetzt die Mannheimer – auch darüber hinaus sehr“, sagt der Bundestrainer dankbar. Auch in Krefeld wird das sehr strikte Hygienekonzept wieder angewendet.

„Wir hoffen und glauben alle, dass die Spiele in Tokio in diesem Jahr stattfinden können“, antwortet der Bundestrainer auf Nachfrage. „Die Motivation in einem olympischen Jahr ist bei den Aktiven besonders groß. Natürlich wäre es toll, wenn die Spiele in Tokio wie geplant stattfinden können. Das treibt uns an."

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