Vorfreude auf Ecke, Schuss, GoldInterview mit Rebecca Landshut zur letzten Produktionsphase in und nach Rio

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Vorfreude auf Ecke, Schuss, Gold

Interview mit Rebecca Landshut zur letzten Produktionsphase in und nach Rio

03.09.2016 - Am 21. September feiert „Ecke, Schuss – Gold“, die erste über Crowdfunding finanzierte Film-Dokumentation in Deutschland mit den Danas und Honamas als Protagonisten im Cinemaxx Hamburg Premiere. Danach gibt es Premieren-Vorstellungen in Berlin (26.9.), München (28.9.) und Köln (5.10.). Wir haben mit Ex-Nationalspielerin Rebecca Landshut, die mit ihrem Team die Bronze-Gewinner ein Jahr lang in ihren Vorbereitungen begleitet hat, ein Interview über die Schlussphase der Film-Produktion geführt.

Rebecca, Ihr habt in Rio vor Ort die letzte Station von „Ecke, Schuss – Gold“ produziert. Erzähl mal ein wenig...
Wir waren zu Dritt in Rio – Timo Gramer unser Redaktionsleiter, unser Kameramann Michael Menke und ich. Hingeflogen sind wir mit dem Wissen, dass wir vor allem das Drumherum erzählen werden, weil wir wegen der Rechtesituation im Stadion, im Dorf und im Deutschen Haus nur eingeschränkt drehen durften. Aber dann haben beide Teams ja im Turnier ein solch dramatisches Drehbuch geliefert, dass noch so viele emotionale und spannende Bilder entstanden sind. Das war Wahnsinn!

Wie konntet Ihr das trotzdem einfangen?
Wir haben uns zum Beispiel mit den weiblichen P-Akkreditierten getroffen und abseits von den Venues gedreht. Auch mit Tobias Walter, der als Ersatztorhüter ohne P-Akkreditierung ja nochmal eine ganz andere Rolle hatte. Und dann war Mo Fürstes Familie ja vor Ort. Und da Mo als einer von fünf Haupt-Protagonisten – wir haben uns drei männliche und zwei weibliche Haupt-Protagonisten ausgesucht – ja auch eine wichtige Rolle im Film spielt, war es spannend, auch mit seinen Angehörigen etwas zu drehen.

Habt Ihr keine Spielbilder?
Doch, wir haben das Material vom IOC eingekauft. Und da sind so viele tolle Spielszenen dabei, zum Teil mit Super-Slow-Mo, dass es unglaublich schwer war zu entscheiden, was wir reinschneiden und was wir weglassen. Allein der Rio-Abschnitt im Film ist unglaublich sehenswert. Letztlich haben wir zwischen 400 und 500 Stunden Rohmaterial auf dem Server, aus denen nun 90 bis 100 Minuten Film zusammengeschnitten werden mussten.

Das ist ja schade um den Rest!
Das Material ist nicht weg! Da sind noch einige Geschichten, die erzählt werden können. Wir hoffen zum Beispiel auch, dass das eine oder andere Dritte Programm noch etwas zu seinen regionalen Aktiven abruft.

Wie bewegend war für Dich als Ex-Nationalspielerin die Arbeit in Rio?
Natürlich ist das für mich besonders emotional gewesen, weil ich ja nun lange selbst aktiv war und in Rio viele Freunde von mir gespielt haben. Ich habe mich unglaublich für sie gefreut und mitgefiebert. Aber das ging dem ganzen Team so, das ja nun auch ein Jahr lang ganz nah an den beiden Mannschaften dran war.

Hätte es für Euer Projekt besser einmal Gold statt zweimal Bronze werden sollen?
Natürlich hätten auch wir uns über Gold gefreut. Ich hätte es den Jungs sehr gegönnt mit der dritten Goldmedaille in Folge. Aber im bedeutendsten Turnier unserer Sportart mit beiden Teams eine Medaille zu holen, das ist auch etwas ganz Besonderes und unglaublich hoch zu bewerten. Und wir wussten ja vorher, dass es bei einer Dokumentation kein Drehbuch für sowas geben kann. Es hätte auch sein können, dass wir nach den immensen Anstrengungen der Teams in der Vorbereitung das Scheitern dokumentieren müssten. Da ist es so doch viel schöner!

War der Schnitt das Anstrengendste am Projekt?
Die letzte Woche war grenzwertig. Mit 14 bis 15 Stunden pro Tag im Schnitt, geröteten Augen und Schlafdefizit. Aber es hat sich gelohnt! Jetzt hoffen wir nur, dass die vier Premieren-Vorstellungen auch wirklich zustande kommen.

Woran könnte das noch scheitern?
Für uns ist es wichtig, dass wir bis Ende nächster Woche genug Karten verkauft haben, um die entstehenden Kosten, unter anderem mit Saalmiete, auch wieder reinzubekommen. In Hamburg und Köln sieht es schon ganz gut aus, aber in Berlin und München müssen wir noch etliche Karten verkaufen, sonst müssten wir da absagen. Ich vermute, dass sich viele überlegt haben, kurz vorher ihre Karte zu holen, womit wir aber nicht spekulieren können. Insofern wäre die große Bitte. Jetzt schon Karten zu kaufen, damit klar ist, dass genug Besucher kommen.“

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