Club Cup: UHC steht im FinaleDramatischer 5:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen Amsterdam H&BC

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UHC-Damen stehen im Europapokal-Finale

Dramatischer 5:3-Sieg nach Penaltyschießen gegen Amsterdam H&BC

03.06.2017 - Die Damen des Deutschen Meisters UHC Hamburg haben im niederländischen s'Hertogenbosch das Endspiel um den Feldhockey-Europapokal erreicht. In einem dramatisch verlaufenden Halbfinale gegen den Amsterdam H&BC war allerdings nach einem 0:2-Rückstand ein Kraftakt nötig, um noch ins Penaltyschießen zu kommen, wo einmal mehr Torhüterin Yvonne Frank, die gegen drei Niederländerinnen parierte, zur Matchwinnerin avancierte und den 5:3 (2:2, 0:0)-Erfolg sicherte. Das Finale um den Europapokal gegen Topfavorit HC Den Bosch wird am Pfingstmontag um 15 Uhr angepfiffen. (Foto: worldsportpics.com)

Trainer Claas Henkel: „Wir hatten das Spiel in der ersten Hälfte eigentlich unter Kontrolle und haben uns geärgert, dass wir nicht mit einer Führung in die Halbzeit gegangen sind. Danach haben wir zwar den Faden verloren, dann aber ein wahnsinniges Comeback hingelegt und uns am Ende auch belohnt. Das war enorm Kräfte zehrend. Jetzt haben wir aber einen Tag Pause, und dann steht die nächste Aufgabe an. Und wer diese Mannschaft in den letzten Wochen gesehen hat, kann sich nicht vorstellen, dass es für sie unlösbare Aufgaben geben kann.“

In einer temporeichen Partie übernahm der UHC früh die Initiative, bestimmte mit kontrolliertem Spiel nach vorne das Geschehen, war allerdings bei den gut aufgestellten niederländischen Abwehr um die ehemalige deutsche Nationalmannschaftskapitänin Julia Müller oft gut aufgehoben. Dennoch gab es für die Deutschen Meisterinnen zwei, drei gute Chancen, die jedoch nicht genutzt werden konnten. So scheiterte etwa Charlotte Stapenhorst in der 23. Minute mit der einzigen Strafecke in den ersten beiden Spielabschnitten an Amsterdams Torhüterin Anne Veenendaal. Die Niederländerinnen spielten zwar gut mit, kombinierten phasenweise auch gut durch das Mittelfeld, fanden aber zu selten einen Weg in den Hamburger Schusskreis, selbst, als die Hamburgerinnen nach Grünen Karten zwei Mal in Unterzahl agieren mussten. Und wenn – wie etwa in der 24. Minute – dann war Torhüterin Yvonne Frank in ihrer bekannt unaufgeregten Art zur Stelle.

Zu Beginn des dritten Spielviertels verlor der UHC seinen spielerischen Faden, sodass die Niederländerinnen den Druck erhöhen konnten. Nach einem Konter über die rechte Seite parierte Yvonne Frank zwar den ersten Schussversuch von Charlotte Vega, doch im nachsetzen schob diese den Ball doch noch ins nun leere Tor (34.). Auf der Gegenseite verpasste Eileen Hoffmann am langen Pfosten eine Hereingabe von rechts nur knapp (37.). Nach einem dicken Missverständnis im Mittelfeld war eine Amsterdamer Stürmerin frei durch und lief allein auf das Tor zu, doch die Abwehr holte sie noch ein und verhinderte eine deutlichere Führung (38.). Eine Minute später gab es die zweite Ecke für den UHC, doch die Schützin konnte sich nicht entscheiden, was sie mit dem Ball machen sollte, spielte dann eine Ablagevariante, die aber zu lange dauerte und abgelaufen wurde (39.). Stattdessen legte Kitty van Male zwei Minuten später zum 2:0 für Amsterdam nach, als sie den Ball aus vollem Lauf in den linken Winkel schoss (41.).

Im Schlussviertel hatten die UHC-Damen zwar wieder deutlich mehr Ballbesitz, fanden allerdings zunächst keinen Schlüssel für den Amsterdamer Abwehrriegel. Die Niederländerinnen hingegen konterten einige Male gefährlich, scheiterten aber dabei – wie Yasmin Geerlings in der 52. Minute – oft an Yvonne Frank. Auf der anderen Seite ließ aber auch der UHC Chancen liegen. Die Ecke in der 53. Minute wurde abgelaufen, und Charlotte Stapenhorst fand in der 55. Minute ihre Meisterin in Keeperin Veenendaal. Doch diesmal kam Eileen Hoffmann noch mal an den Ball und sorgte für den Anschlusstreffer. Die Zeit wurde knapp, aber der UHC witterte jetzt seine Chance. Bei der fünften Strafecke rutschte die Schützin bei ihrem Schussversuch ab (59.). Celine Wilde machte es Sekunden vor der Schlusssirene aber besser, traf den Ball so passgenau in den rechten oberen Winkel, dass auch die Linienspielerin keine Abwehrchance hatte (60.).

So musste die Partie im Penaltyschießen entschieden werden. Hier vergab Julian Dudorov den ersten Versuch, dann rettete die schon geschlagen scheinende Yvonne Frank gegen Maria Verschoor spektakulär mit ganz langem Arm. Auch die nächsten beiden Schützinnen vergaben, ehe Marie Mävers abgeklärt den ersten Penalty traf. Anouk Lambers glich aber umgehend wieder aus. Jana Teschke traf, doch die Schiedsrichterinnen hatten zuvor ein Foul gesehen und entschieden auf Siebenmeter, den Lisa Altenburg sicher unter die Latte setzte. Als anschließend auch Lauren Stam an Yvonne Frank scheiterte, setzte Lisa Altenburg mit ihrem Penalty den Schlusspunkt zum 5:3 und damit einen Strich unter den Finaleinzug.

Tore:
------------------
0:1       Charlotte Vega (34.)
0:2       Kitty van Male (41.)
1:2       Eileen Hoffmann (55.)
2:2       Celine Wilde (KE, 60.)

Penaltyschießen:
Julia Dudorov (UHC) schießt vorbei
Maria Verschoor (AH&BC) scheitert an der Torhüterin
Celine Wilde (UHC) schießt vorbei
Noor de Baat (AH&BC) scheitert an der Torhüterin
3:2       Marie Mävers
3:3       Anouk Lambers
4:3       Lisa Altenburg (7m nach Foul an Jana Teschke)
Lauren Stam (AH&BC) scheitert an der Torhüterin
5:3       Lisa Altenburg

Strafecken:
UHC 6 (1 Tor) / AH&BC ---

Grüne Karten:
Julia Dudorov (19.), Nicola Scharlau (29.) / Charlotte Vega (36.)

Schiedsrichter:
Laurine Delforge (BEL) / Sarah Wilson (SCO)

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