DM: UHC siegt nach PenaltysErstes Halbfinale der D&S Final Four endet 4:2 n.Pen. für Titelverteidiger UHC Hamburg

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D&S Final Four: UHC-Damen im Penaltyschießen erfolgreich

Erstes Halbfinale der D&S Final Four endet 4:2 n.Pen. für Titelverteidiger UHC Hamburg

27.05.2017 - Die Damen des UHC Hamburg stehen zum neunten Mal in Folge im Finale um die Deutsche Feldhockey-Meisterschaft und wahrt damit die Chance auf den Titel-Hattrick. In der Neuauflage des Endspiels aus der Vorsaison setzten sich die Hanseatinnen diesmal im Halbfinale, allerdings wie 2016 erneut erst im Penaltyschießen gegen Rot-Weiss Köln durch und triumphierten schlussendlich mit 4:2 (2:2, 0:0). Köln hatte zuvor in letzter Minute noch einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand egalisiert. (Fotos: MHC)

On demand bei Sport1.de: ​Damen-Halbfinale 1, UHC Hamburg - Rot-Weiss Köln 

Highlight-Zusammenfassung DHB / YouTube Channel

UHC-Trainer Claas Henkel: „Köln war sofort super drin im Spiel. Wir hatten in der ersten Hälfte kaum eine relevante Chance und Köln schon ein, zwei Gelegenheiten aus dem Feld sowie eine Ecke. Wir waren auch nicht zufrieden mit uns. Die zweite Hälfte war aus unserer Sicht in allen Aspekten besser als die erste. Das 2:0 war dann auch verdient. Hochachtung dann vor den Comeback-Qualitäten von Köln. Im Penaltyschießen macht Yvi das dann super!“

Janne Müller-Wieland ergänzte: „Wir hätten das im Spiel schon entscheiden müssen. Als Köln ohne Keeper gespielt hat, haben wir zu sehr für die Galerie gespielt, statt konsequent abzuschließen. Letztlich aber auch für uns eine ganz neue psychologische Situation, weil wir noch nie direkt vor dem Penaltyschießen das Gegentor bekommen hatten – das war vorher immer andersherum.“

Kölns Trainer Markus Lonnes lobte die Moral seines Teams: „Wie das Team das 0:2 in der Schlussphase dreht, ist großartig! Wir hätten in der ersten Hälfte ein Tor machen müssen – das hätte uns gut getan. Nach der Pause waren wir zu zittrig – wobei ich gar nicht weiß, wie das zustande kam. Im Penaltyschießen war Yvonne Frank sehr stark, aber Julia Ciupka auch. Sie hat uns auch vorher schon stark im Spiel gehalten!“

Das Spiel nahm sofort Tempo auf, wobei der UHC zunächst merklich die Spielkontrolle übernahm. Die Hamburgerinnen hatten deutlich mehr Ballbesitz in der Anfangsphase, erspielten sich auch die Mehrzahl an Kreisszenen, doch Profit konnten sie daraus noch nicht ziehen, auch wenn Janne Müller-Wieland einmal nah dran war (7.). Nicht ganz so viele, aber dafür die besseren Chancen hatte stattdessen Rot-Weiss Köln. In der 12. Minute hatte sich Lea Stöckel schon durchgesetzt und von halbrechts mit der Vorhand den linken Winkel anvisiert, aber der Ball strich knapp vorbei. Danach ließ auf beiden Seiten die Konzentration ein wenig nach, was sich in einigen unnötigen Ballverlusten und ungenauen Zuspielen zeigte. Doch weiter machte der UHC Druck, während Köln mit Kontern gefährlich blieb. In der 23. Minute prüfte Paula Velmans Hamburgs Keeperin Yvonne Frank, die aber abgeklärt parierte.

Doch auch der UHC wurde gegen Ende der ersten Halbzeit gefährlicher. Ein Pass von Celine Wilde fand knapp nicht Charlotte Stapenhorst vor dem Tor (29.), und in der nächsten Szene scheiterte Sophie Mayen mit einer argentinischen Rückhand (30.). Aufregung im UHC-Kreis in der 32. Minute: Köln brachte den Ball über rechts nach vorn und vor das Tor, wo ein Schuss auf der Linie geklärt wurde. Nicole Pahl kam nochmal an den Ball, den diesmal Yvonne Frank von der Linie kratzte, aber so Julia Dudorov am Rücken traf. So gab es die erste Strafecke für Köln, die jedoch unsauber ausgeführt wurde. Der Ball blieb aber im Spiel, wurde vom Kreisrand aufs Tor gebracht. Frank klärte vor die Füße von Nicole Pahl, die im Nachschuss jedoch knapp verzog. Am Ende ging es mit einem über die Spielzeit gesehen leistungsgerechten Remis in die Halbzeitpause.

Es ging mit viel Tempo weiter, beide Teams spielten jetzt noch etwas mutiger nach vorn und hatten auch die ersten Kreisszenen. Celine Wilde versuchte es für den UHC vom Kreisrand, wurde jedoch geblockt. Der zweite Versuch ging auf Charlotte Stapenhorst, die den Ball aber verpasste (38.). Kurz darauf gab es den Premieren-Videobeweis, als der UHC ein Fußspiel gesehen hatte, das dann allerdings nachweislich keines war (40.). In der Folge aber erhöhte der UHC den Druck und ging in der 42. Minute in Führung. Nicola Scharlauh tribe den Ball druch die Mitte, paste auf Charlotte Stapenhorst in den Kreis, die legte ihn sich auf die Vorhand, zog ab und traf halbhoch neben den linken Pfosten zum 1:0. Und es gab direct weitere Riesenchancen auf weitere Treffer. Marleen Müller life plötzlich völlig frei auf Julia Ciupka im Kölner Tor zu, legte aber quer auf Sophie Mayen. Doch auch sie suchte nicht dem Abschluss, sondern auf rechts Hannah Seifert, die das Tor offen vor sich hat, dann aber noch an der herbeistürmenden Ciupka scheitert (44.). Köln hatte in dieser Phase nichts entgegenzusetzen und hatte Glück, dass der UHC seine Chancen nicht nutzte. In der 46. Minute war es Eileen Hoffmann, die rechts im Kreis von Sophie Mayen freigespielt wurde, eine schöne Körpertäuschung zeigte, dann aber den Lupfer einen Tick zu hoch ansetzte. Doch nur zwei weitere Minuten später fiel dann doch das 2:0. Stapenhorst hatte den Ball in den Kreis gepasst. Ciupka hielt noch den ersten Versuch von Julia Dudorov, doch am langen Pfosten war es dann Marleen Müller, die den Ball über die Linie drückte.

Köln fand nur langsam wieder zurück ins Spiel, musste auch noch ein paar UHC-Kreisszenen überstehen. Doch für ein Fußspiel gab es in der 56. Minute die zweite Ecke für Köln. Die Domstädterinnen brauchten lange und scheiterten dann mit dem Abschluss an Yvonne Frank. In Überzahl – nach Grüner Karte für Katharina Hüls – kam Eileen Hoffmann auf der rechten Seite zum Schuss, verzog aber knapp am langen Pfosten vorbei (56.). Stattdessen kam Köln mit etwas Glück zurück ins Spiel. Yvonne Frank nahm einen Ball, der von der eigenen Spielerin kam, unnötigerweise an. Kölns Julia Busch nutzte den Rebound aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer (58.). Das gab Rot-Weiss wieder Rückenwind, was den UHC zu einer Auszeit bewegte.

In der Schlussphase war die Partie wieder ausgeglichener. Julia Busch konnte bei einem langen Sololauf bis in den Kreis nur mit einem Stockfoul gestoppt werden, was die dritte Kölner Ecke brachte. Als Ablage-Variante gespielt über Julia Karwatzky, aber Hamburgs Marie Mävers klärte mit einem spektakulären Hechtsprung (65.). Köln drückte jetzt auf den möglichen Ausgleich, während der UHC versuchte, die Bälle früh zu klären und gelegentlich zu kontern. In den letzten zwei Minuten übernahm Julia Karwatzky als zusätzliche Feldspielerin die Torwartrechte. Abe rein langer Schlenzball kam durch auf Stapenhorst, die die Entscheidung auf dem Schläger hatte, sich aber zu viel Zeit ließ, sodass Pia Grambusch noch einen Schläger dazwischen bekam. Das sollte sich rächen. Köln drückte, der UHC leistete sich zwei kleine Fehler, sodass Pia Grambusch keine 30 Sekunden vor Schluss plötzlich allein vor Yvonne Frank auftauchte. Die Kölnerin setzte sich gegen die erfahrene UHC-Keeperin durch, eine Hamburgerin war noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr klären (70.).

So musste das Penaltyschießen entscheiden. Dort konnten die ersten vier Schützinnen nicht treffen. Erst Marie Mävers drehte sich richtig um Julia Ciupka herum und schob den Ball ins Tor. Im Anschluss scheiterte Julia Busch an der abgeklärten Yvonne Frank, und dann schob Jana Teschke den Ball am Fuß von Ciupka vorbei zum 4:2 ein. Als dann auch Paula Velmans die UHC-Schlussfrau nicht überwinden konnte, war die Entscheidung zu Gunsten der Hamburgerinnen gefallen.

Tore:
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1:0       Charlotte Stapenhorst (42.)
2:0       Marleen Müller (48.)
2:1       Julia Busch (58.)
2:2       Pia Grambusch (70.)

Penaltyschießen:
Charlotte Stapenhorst (UHC) scheitert an Julia Ciupka
Christina Schröder (RWK) legt den Ball am Tor vorbei
Celine Wilde (UHC) scheitert an Julia Ciupka
Pia Grambusch (RWK) rutscht beim Schuss ab
3:2       Marie Mävers
Julia Busch (RWK) scheitert an Yvonne Frank
4:2       Jana Teschke
Paula Velmans scheitert an Yvonne Frank

Strafecken:
UHC --- / RWK 3 (kein Tor)

Grüne Karte:
Hannah Seifert (57.) / Katharina Hüls (56.)

Schiedsrichter:
P. Papiest / A. Sehrt

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