Final Four: UHC-Damen Meister!Der UHC Hamburg hat den Meistertitel bei den Damen im Penaltyschießen verteidigt

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Final Four: UHC-Damen Meister!

Der UHC Hamburg hat den Meistertitel bei den Damen im Penaltyschießen verteidigt

Die Damen des UHC Hamburg haben bei den engelhorn Final Four mit einem 6:4-Sieg im Penaltyschießen den deutschen Meistertitel gegen Rot-Weiss Köln erfolgreich verteidigt. Nach der regulären Spielzeit stand es 3:3, wobei Köln es drei Mal schaffte, einen Rückstand noch auszugleichen. Der Treffer von Lea Stöckel zum 3:3-Ausgleich fiel erst 40 Sekunden vor dem Schlusspfiff per Strafecke. Im Penaltyschießen machte Nationalkeeperin Yvonne Frank dann den Unterschied. Sie hielt drei Kölner Penaltys, so dass schon vor der letzten Kölner Schützin der Sieg des UHC feststand.

Meistertrainer Claas Henkel: „Heute war wenig Glück oder Pech dabei. Das waren heute einfach zwei Teams, die im letzten Saisonspiel noch mal alles rausgehauen haben. In der ersten Halbzeit wogte es noch ziemlich hin und her. Aber im zweiten Durchgang haben die Mädels ihre beste Saisonleistung gezeigt. Gerade die jungen Spielerinnen, die im Saisonendspurt in die Bresche springen mussten, haben geiles Hockey gespielt. Das war ein tolles Finale von beiden Teams. Stand die Endrunde im letzten Jahr noch unter der Überschrift ‚Totale Dominanz’, war diesmal das Credo, dass es nur mit einem gemeinsamen Spirit klappen kann. Das hat ja auch auf den Punkt gepasst.“

Kölns Trainer Markus Lonnes war vor allem stolz auf sein Team: „Das überwiegt trotz aller Enttäuschung ganz klar. Wie dsich dieses Team in der Saison und auch bei der Endrunde immer wieder zurück gekämpft hat. Und heute waren wir trotz dreimaligen Rückstands nur Millimeter vor der Ziellinie. Es war eine denkbar enge Partie, die jederzeit in die eine oder andere Richtung hätte kippen können. Klar hatten wir Fehler oder auch schwächere Phasen. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass wir die eine oder andere Konterchance besser gespielt hätten. Der vergebene Siebenmeter war dabei nicht unbedingt der Knackpunkt, denn so was kann immer auch Auswirkungen in beide Richtungen haben.“

Das Spiel begann sofort mit hohem Tempo beider Teams und variablem Pressing – mal ganz vorn drauf, mal erst ab Halbfeld. Der UHC setzte sich nach fünf Minuten erstmals am Kreis der Kölner fest. Glück dann als Köln im Konter auf Oldhafer nicht präzise genug durchsteckte, die allein durch gewesen wäre (6.). Der UHC jedoch weiter mit gutem Aufbauspiel, was in der 9. Minute zur ersten Ecke führte. Und die setzte Charlotte Stapenhorst halbhoch links, noch abgefälscht von Julia Ciupka zum 0:1 ins Netz. Doch Köln antwortete. Ein Stockfoul im Kreis wurde mit Siebenmeter für Rot-Weiss geahndet, den Rebecca Grote zum 1:1 (10.) verwandelte.

Es ging munter weiter. Ein Stecher von Marie Mävers landete nur 30 Sekunden weiter am Pfosten. Im Konter verpassten zwei Kölnerinnen in der nächsten Szene den Flankenball direkt vor Tor. Claas Henkel nahm die erste Auszeit, als Köln mit viel Druck den UHC stärker unter Druck setzen konnte. Danach ging es weiter rauf und runter. Karwatzky sah in der 18. Minute Grün für ein Stockfoul. Der UHC konnte aus der zweiminütigen Überzahl jedoch keinen Profit ziehen, weil Köln stark hinten stand. Stapenhorst wurde dann im Konter von Ciupka mit dem Schläger von den Beinen geholt, was wohl einen Siebenmeter hätte geben müssen – für die Schiedsrichter war dies aber ohne Zeitlupe nicht zu erkennen. Es gab „nur“ Lange Ecke, Stapenhorst konnte erst einmal nicht weiterspielen.

Der UHC holte sich in der 26. Minute die zweite Strafecke. Und die versenkte Nina Notman in der 27. Minute zum 2:1 für die Hamburgerinnen flach per Schlag links unten. Doch wie nach dem 1:0 holte Köln ganz schnell eine Ecke im Gegenzug. Und die Kölnerinnen wählten die Variante zur Rausgeberin, die gar nicht einmal gut ankam, aber Hauke setzte einen harten Schlenzer zum 2:2 (30.) aus etwa sechs Metern unter die Latte.

Jetzt hatte dann Köln den besseren Start. Liv Arndt setzte sich im Konter toll durch und wurde von Dudorov auf dem Weg zum Tor gefoult. Dieses Mal jedoch setzte Grote ihren Siebenmeter über das linke obere Lattenkreuz (32.). So blieb es zur Pause beim auch durchaus leistungsgerechten 2:2. Der UHC mit mehr Spielanteilen, aber Köln mit schnellen Angriffen stets gefährlich.

Nach der Pause hielt erst Julia Ciupka mit einer Glanzparade gegen Stapenhorst Köln das Remis fest (36.). Nach einem Zusammenprall von Mävers und Grote konnten zum Glück beide weiterspielen (40.). Doch nur eine Minute später war es erneut die überragende Stapenhorst, die nach einem Vorteil – eine Kölnerin hatte den Ball ans Bein bekommen – clever weiterspielte und die Kugel als Volley auf Hüfthöhe an Ciupka vorbei zum 3:2 ins Tor drosch (41.). In dieser Phase dominierten die Hamburgerinnen deutlich. Mävers tauchte am langen Pfosten nur um Zentimeter an einem Rückhandball von Stapenhorst vorbei (46.). Eine kurze Unterzahlphase, nach Grüner Karte, überstand Uhlenhorst ohne Schaden (54.).

In der 57. Minute ging Stapenhorst erneut durch vier Gegenspielerinnen durch und traf lediglich halbrechts im Kreis den Ball nicht voll, sonst hätte die Partie vorzeitig entschieden sein können. Henkel nahm dann eine Auszeit, um sein Team für die Schlussphase neu einzustellen. Der UHC blieb auch danach erstmal am Drücker. Julia Dudorov ging über die rechte Grundlinie durch und scheiterte erst an Ciupka (60.). Dann testete Mävers die RWK-Abwehr mit zwei Schüssen (61.). Dass der UHC den Sack nicht zubekam, löste bei Köln nochmal Kräfte frei. In einer Auszeit (66.) nahm Lonnes Ciupka vom Platz und gab Pia Grambusch das Leibchen als elfte Feldspielerin.
Doch nach vorn ging immer noch nicht viel. Erst als Dudorov durch ein Foul einen Konter unterbrach und mit Grün rausmusste, konnte Köln in doppelter Überzahl den UHC hinten reindrängen. Christina Schröder zog kurz vor Ende die zweite Kölner Ecke des Spiels. Und die wurde großartig als Ablagevariante auf Stecher gespielt. Lea Stöckel vollendete unter die Latte zum umjubelten 3:3-Ausgleichstreffer (70.).

Penaltys:
- Nicole Pahls Ball lenkte Yvonne Frank links knapp am Tor vorbei.
- Charlotte Stapenhorst ging mit vollem Speed rechts an Julia Ciupka vorbei und traf zum 3:4
- Rebecca Grote scheiterte mit der Rückhand an Frank.
- Celine Wilde hatte Pech mit zwei Pfostentreffern.
- Julia Karwatzky scheiterte ebenfalls an Yvonne Frank.
- Marie Mävers traf flach von rechts zum 3:5.
- Lena Vonhoegen machte es ganz stark und verkürzte auf 4:5.
- Jana Teschke umkurvte Ciupka rechts mit ganz viel Tempo und legte den Ball zum entscheidenden 4:6 ins Tor.
- Die letzten beiden Schützinnen mussten dadurch gar nicht mehr antreten.

Tore:
0:1 Charlotte Stapenhorst (KE, 9.)
1:1 Rebecca Grote (7m, 11.)
1:2 Nina Notman (KE, 27.)
2:2 Franzisca Hauke (KE, 30.)
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2:3 Charlotte Stapenhorst (40.)
3:3 Lea Stöckel (KE, 70.)

Strafecken:
RWK 3 (2 Tore) / UHC 2 (2 Tore)

Zuschauer: 2.200

Schiedsrichter:
Tim Meissner / Andreas Sehrt

Alle Infos zur Endrunde:

» alle Highlight-Clips zur deutschen Endrunde

» www.hockeyfinalfour.de

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