HONAMAS: Unglückliches 0:1DHB-Herren verlieren ihr zweites Pro-League-Heimspiel mit 0:1 gegen Großbritannien

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Kermas zurückgetretenDer DHB und Herren-Bundestrainer Stefan Kermas beenden die Zusammenarbeit

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HONAMAS: Niederlage durch umstrittene Videoentscheidung

DHB-Herren verlieren ihr zweites Pro-League-Heimspiel mit 0:1 gegen Großbritannien

28.04.2019 - Die deutschen Herren verloren ihr zweites Heimspiel der FIH Pro League am Sonntagnachmittag mit 0:1 (0:0) gegen Großbritannien. Es war eine ärgerliche Niederlage, weil das Gegentor aufgrund einer sehr umstrittenen Videoentscheidung zustande kam. Der Schiedsrichter hatte das Tor nicht gegeben und die Videoschiedsrichterin entschied auf Tor, obwohl in mehreren Einstellungen eher zu erkennen war, dass der Ball vor dem Torschuss noch nicht auf dem Kreisrand war. Allerdings vergab das deutsche Team auch etliche Chancen und Ecken, so dass man sich vorwerfen musste, das Match vorn nicht selbst entschieden zu haben.

Bundestrainer Stefan Kermas: „Es ist wohl klar, dass wir mit dem Ergebnis sehr unzufrieden sind. Wir sind schon lange nicht mehr so häufig in den gegnerischen Kreis gekommen wie heute - das war auch der Fortschritt zum Freitagspiel gegen Holland. Aber dafür kannst du dir nichts kaufen, wenn du dich dann nicht mit Toren belohnst. Das fragwürdige Gegentor passt dann heute da auch irgendwie rein. Klar ist, ein Pro-League-Spiel auf diesem Niveau müssen wir gewinnen, und deshalb sind zurzeit auch alle bei uns ziemlich genervt!"
Niklas Wellen: „Das war ein schwieriges Match. Wir haben defensiv eigentlich ein gutes Spiel gemacht, kassieren nur ein Tor, bei dem wir etwas unglücklich standen. Offensiv waren wir in der ersten Hälfte nicht zwingend genug, machen das aber besser, je länger das Spiel dauert. Wir haben Pech mit zwei Pfostenschüssen, aber haben die Chancen und Ecken, um mehr zu holen. Deswegen müssen wir uns das selbst ankreiden – da war mehr drin! Jetzt stehen wir mit zwei Siegen aus sechs Spielen natürlich nicht gut da, brauchen wir eine richtig gute Heimserie im Mai und Juni in Krefeld!“

Auf fünf Positionen verändert stellte Stefan Kermas sein Team im Vergleich zum Niederlande-Spiel um. Danny Nguyen, Ferdinand Weinke, Timm Herzbruch und Florian Fuchs, der mit Bloemendaal ein wichtiges Hoofdklasse-Spiel hatte, rotierten raus und Teo Hinrichs und die Kölner Timur Oruz, Tom Grambusch und Marco Miltkau kamen, nach einer Pause nach der Euro Hockey League, zurück ins Team. Victor Aly stand zwischen den Pfosten.

Die HONAMAS spielten vor 1.400 Zuschauern von Beginn an aggressiv und gingen konzentriert in die Zweikämpfe. Waller rettete in der 3. Minute gegen einen langen Ball auf Niklas Wellen artistisch, sonst wäre der Krefelder durch gewesen. Dann war es Timur Oruz, der von links zum Schuss kam und den langen Pfosten nur ganz knapp verfehlte (4.). In der 6. Minute gab German Oca de Montes eine Ecke für die Briten, die Martin Häner auf Kosten einer zweiten ablief. Doch die parierte Aly stark und Oruz lief einen gefährlichen Konter über links, der aber am Kreis verpuffte. Es war ein lebhaftes Spiel, auch weil die Briten selbst etwas für die Offensive taten und zum Teil sehr flüssig um den deutschen Kreis herumkontakteten. Und sie hatten in der 15. Minute auch eine erste gefährliche Feldchance, als Aly gegen einen Schuss von Phil Roper stark reagierte.
Marco Miltkau hatte die erste Großchance des zweiten Viertels, als Malte Hellwig zu ihm durchsteckte und der Kölner aus kurzer Distanz die Kugel knapp über die Latte jagte (19.). Die Deutschen blieben vorn dran, doch dann sah Tom Grambusch Grün für Ball Wegschlagen. Doch die Unterzahl wurde sicher überstanden. Dennoch war das Spiel jetzt etwas zerfahren. Vor allem die Deutschen waren oft zu unkontrolliert in ihren Aktionen. Schließlich  aber ein schöner Linksangriff über Tom Grambusch, bei dem Niklas Wellen mit einem Block den rechten Pfosten traf. Eine Eckenentscheidung im Anschluss wurde von Irene Presenqui in der Videoentscheidung overruled.
Es gab dann eine sehr umstrittene Grüne Karte von Oca de Montes gegen Niklas Wellen, so dass die Deutschen erneut in Unterzahl waren. Doch wieder standen die HONAMAS sicher und es ging mit dem 0:0 in die Pause.

Die Briten etwas wacher nach der Pause. Martin Häner klärte mittig vor Tor (32.). Auf der anderen Seite rauschte eine gute Flanke von Wellen knapp vor Miltkau durch den Kreis hindurch (34.). Ein Stockfoul von Tom Grambusch brachte die dritte britische Ecke (36.), die Aly auf Kosten der vierten parierte. Und der Kölner hielt auch den Schlenzer brillant. Es war jetzt zuviel Unruhe im Aufbau. Aly musste gleich nochmal ran und hielt am linken Pfosten gegen einen britischen Angreifer, der durch war.
Im nächsten Angriff war der Ball zwar als Rückhandschuss von Phil Roper und Abfälscher von Lukas Windfeder drin, Eric Koh gab aber lange Ecke. Doch Irene Presenqui gab im Videobeweis das Tor (38.), was wohl eine Fehlentscheidung der Videoschiedsrichterin war, denn im Fernsehbild war in der seitlichen Einstellung klar zu sehen, dass die Kugel vor dem Kreis getroffen wurde. Im nächsten Angriff holte Creed für seinen bereits geschlagenen Keeper einen Lupfer von Anton Boeckel von der Linie. Kurz darauf war Oruz rechts durch, aber brachte den Ball am Pfosten nicht zum Mitspieler.
Die Deutschen nun aber besser im Spiel, holten sich ihre Chancen. Was für ein Pech, als Boeckel den Ball an Pinner vorbei an den rechten Pfosten stach und Hellwig den Nachschuss aus spitzem Winkel nur ans Außennetz schlug (42.). Rothländer holte die nächste Großchance heraus, aber George Pinner, der zweite Halbzeit zwischen den britischen Pfosten stand, wehrte Wellens Querpass ab. Ein guter Ball in den Kreis wurde von Tom Grambusch Richtung Tor geblockt, aber ein Brite kam noch dazwischen.

So ging es mit dem eher unverdienten Rückstand ins letzte Viertel. Die Deutschen gingen gleich wieder in die Offensive und belagerten den Gäste-Kreis, aber kamen nicht zu guten Abschlüssen. Doch es war ein reines Powerplay. Oruz holte in der 52. Minute die erste deutsche Ecke, aber der flache Schlenzer von Tom Grambusch auf das rechte untere Eck wurde geklärt. Im Konter traf Forsyth nur den rechten Pfosten des deutschen Tores – in der Situation Glück für Victor Aly.
Dann holte Stefan Kermas vier Minuten vor Ende Victor Aly für einen vierten Feldspieler vom Platz. Thies Prinz hatte die Großchance volley am Siebenmeterpunkt, doch bekam den Ball nicht aufs Tor (57.). Nach taktischem Foul in der 57. Minute gab es die zweite Strafecke fürs DHB-Team, gegen die die Briten den Videobeweis nahmen, aber kein Recht erhielten. Windfeders Schlenzer wurde abgelaufen, aber die Deutschen nahmen den Videobeweis gegen eine Entscheidung des abgewandt stehenden Schiedsrichters, der den Schlenzer als gefährlich eingestuft hatte.
Es gab als Konzession eine lange Ecke, aus der keine Gefahr erzeugt werden konnte. In den beiden Schlussminuten die Deutschen mit zwei Mann in Überzahl, weil Liam Ansell Grün sah für Meckern. Ein Schuss von Thies Prinz wurde zur langen Ecke geklärt. Dann holte Constantin Staib bei noch 34 Sekunden auf der Uhr die dritte Ecke fürs DHB-Team, aus der die vierte folgte. Ian Sloan musste dabei auch noch wegen Meckerns vom Platz. Pinner hielt den Schlenzer von Windfeder jedoch stark und Montes de Oca pfiff dann etwas umstritten den Nachschussversuch ab.

Tore:
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0:1    Phil Roper (38.)
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Ecken:
GER 4 (kein Tor) / GBR 3 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 2 (T. Grambusch, Wellen) / GBR 2 (Ansell, Sloan)

Schiedsrichter
German Montes de Oca (ARG) / Eric Koh (MAS)

Videoschiedsrichterin:
Irene Presenqui (ARG)

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