Dritter Sieg im vierten HeimspielDeutsche Damen bezwingen die USA im Pro-League-Match gegen die USA mit 2:1 (1:0)

DANAS: Niederlage zum SchlussArgentinienreise mit einem Remis und drei Niederlagen abgeschlossen / Reckinger: Trotzdem guter Lehrgang

FIH: Wer sind die Besten 2019?Mitvoten bei FIH Player of the Year Awards! / Nike Lorenz, Janne Müller-Wieland und Victor Aly nominiert

DANAS: Knappes 0:1 im 3. MatchXavier Reckinger unzufrieden mit der Leistung: "Haben uns zu wenig getraut!"

····
«
A-Kader Herren
A-Kader Damen
Junioren (mU21)
Juniorinnen (wU21)
U18 männlich
U18 weiblich
U16 männlich
U16 weiblich

DANAS: Dritter Sieg im vierten Heimspiel

Deutsche Damen bezwingen die USA im Pro-League-Match gegen die USA mit 2:1 (1:0)

30.04.2019 - Die deutschen Hockeydamen siegten im vierten und letzten Spiel der ersten Heimserie in der FIH Pro League in Mönchengladbach gegen die USA mit 2:1 (1:0). Lena Micheel hatte die DANAS früh in Führung gebracht, Nike Lorenz beantwortete den zwischenzeitlichen Ausgleich mit einem Siebenmetertor zum 2:1. Mit drei Siegen gegen Großbritannien, China und den USA sowie der recht unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Weltmeister Niederlande kamen die DHB-Damen zu einem sehr erfolgreichen Abschluss im SparkassenPark. (Fotos: worldsportpics.com)

Mit vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen sind die DANAS auf Rang fünf in der Pro-League-Tabelle den Australierinnen und Belgierinnen auf den Fersen und können sich noch gute Chancen ausrechnen ins Finalturnier der Pro League Ende Juni in den Niederlanden zu kommen. Am 22. Mai trifft das DHB-Team nun in Krefeld auf Argentinien. Die nächsten zwei Partien am 2. und 4. Juni sind dann Auswärtsmatches in Belgien und den Niederlanden, ehe in Krefeld eine zweite Heimserie mit Spielen gegen Neuseeland (9.6.), Belgien (12.6.) und Australien (16.6.) folgt.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ein Sieg ist ein Sieg. Es war ein enges Spiel. So eines haben wir gegen Holland dann verloren, heute gewinnen wir. Wir müssen insgesamt noch etwas kreativer sein. Aber auf der anderen Seite haben wir den Amerikanerinnen kaum etwas erlaubt zu kreieren. Die Hektik am Ende, um noch die drei Punkte einzufahren, war unnötig. Das können wir besser machen. Aber natürlich nehmen wir den Sieg gern mit und bereiten uns nun auf das nächste Match gegen Argentinien vor.“
Charlotte Stapenhorst: „Das war ein Arbeitssieg! Am Anfang waren wir eigentlich  total drin, es lief prima, bis es zu hektisch wurde. Da wollten wir zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Nach dem Siebenmeter haben wir es aber ganz souverän runtergespielt. Man hat gemerkt, dass es für uns das vierte Spiel in sechs Tagen war, für einige durch den Europacup sogar schon das achte innerhalb von nicht einmal zwei Wochen. Da ist der Kopf inzwischen ganz schön müde. Deshalb sind wir über die neun Punkte hier in Mönchengladbach insgesamt sehr glücklich.“
Anne Schröder: „Wir hatten das Spiel eigentlich gut in unserer Hand. Dann haben wir gemerkt, dass vor allem bei uns Europacup-Teilnehmerinnen langsam die Beine schwer wurden. Am Ende haben wir uns vorgenommen, nochmal die Laufbereitschaft zu erhöhen und konnten durch das Pressing noch den Siebenmeter holen, der den - wie ich finde - völlig verdienten Sieg gebracht hat. Nun haben wir drrei Siege hier geholt, unser Ziel waren vier - aber ein 0:1 gegen Holland kann man schon verkraften."

Die Deutschen starteten mit Nicola Pluta in ihrem Premierenspiel für den A-Kader im Vorwärtsgang und Charlotte Stapenhorst hatte nach 120 Sekunden den ersten Rückhandschuss aus etwa sieben Metern, den US-Keeperin Kelsey Bing gut hielt. Kurz darauf war es Anne Schröder aus der Drehung, die Bing ein zweites Mal ernsthaft prüfte. Dann musste auch Nathalie Kubalski im deutschen Tor erstmals eingreifen, als eine Stürmerin vor ihr auftauchte (5.). In dieser Eröffnungsphase waren die Aktionen auf beiden Seiten oft noch zu hektisch. Elisa Graeve mit der nächsten guten Chance, aber Lena Micheel konnte den durchgesteckten Ball nicht verwerten (7.). Das DHB-Team mit klaren Vorteilen und dann kombinierten die DANAS sich über Zimmermann, Schröder und Notman bis zu Micheel durch, die Bing aus kurzer Distanz zum 1:0 (10.) überwinden konnte.
Elisa Gräve sah kurz darauf Grün wegen Ball Wegspielens (12.), doch die Deutschen blieben auch in Unterzahl klar überlegen. Es blieb bei der verdienten Führung zur ersten Viertelpause. Und es ging mit guten deutschen Chancen weiter, die aber nicht zu Zählbarem führten. Schließlich sah Alyssa Manley für ein Foul an Anne Schröder Grün (19.). In Überzahl aber kein wirklich konstruktives, geduldiges Powerplay-Spiel der DANAS. Es blieb etwas konfus auf beiden Seiten, viele Tornovers und Ungenauigkeiten verhinderten ein besseres Spiel.
In der 27. Minute gab es die erste Ecke fürs DHB-Team, doch die war nicht präzise ausgeführt. Zwar kam Maike Schaunig noch zu einem Torschuss, aber der war aus schwierigem Winkel ohne großen Druck möglich. Nike Lorenz musste wegen Stockfouls für die letzten zwei Minuten der Halbzeit auf die Strafbank. In der Phase kam Danielle Grega frei im Kreis zum ersten richtigen Torschuss der Gäste, den Nathalie Kubalski aber über die Latte lenken konnte. Es blieb beim 1:0 zur Pause, was absolut verdient war. Den Roten Faden hatte das DHB-Team aber im zweiten Viertel etwas verloren.

Im Konter über Hauke und Horn gab es die erste gute Chance, die aber etwas vertändelt wurde. Anne Schröder setzte einen Stecher links neben das US-Tor (35.). Nina Notman traf dann ins Tor, aber Elisa Gräve war zuvor beim Flankenlauf mit dem Ball über die Grundlinie gekommen. Aber das deutsche Team hatte nun wieder klar das Kommando übernommen, war viel vorn am Kreis der Gäste und erzeugte Gefahr.
Bing hielt einen guten Stecher von Nina Notman artistisch (40.). Das zweite Tor für die DANAS lag klar in der Luft. Gablac hatte die Riesenchance direkt vor Bing, als Anne Schröder fünf Amerikanerinnen ausgetanzt hatte, aber setzte den Stecher neben den rechten Pfosten (43.). Anne Schröder holte per Videobeweis die zweite deutsche Ecke, bei der Nike Lorenz den Ball Millimeter neben den linken Pfosten setzte. Im Eckenkonter bekamen die Amerikanerinnen ihre erste Ecke, die im zweiten Nachschuss zum 1:1 (45.) von Taylor West hoch ins linke obere Eck gelupft wurde.
Es war quasi gegen den bisherigen Spielverlauf. Die Gäste hatten überhaupt nur einen richtigen Torschuss und diese Ecke, die Deutschen ein Vielfaches an Chancen, aber es stand Unentschieden zu Beginn des Schlussviertels.
Die Deutschen mit viel Ballbesitz nach der letzten Pause. Hannah Gablac zog die nächste Ecke (47.), gegen die die USA den Videobeweis nahmen, aber kein Recht bekamen und damit das Anrufungsrecht verloren. Aus der entstanden zwei weitere Ecken, bis Bing einen Schlenzer von Lorenz über die Latte lenkte. Charlotte Stapenhorst bekam dann einen durchgeschwungenen Schläger auf die Hand, konnte nicht weiterspielen.
Auch ohne die Top-Stürmerin blieb das DHB-Team dran. Presenqui gab nach einem Nachschuss aufs leere Tor Siebenmeter, weil eine Amerikanerin den Ball auf die Hüfte bekam, ließ aber nochmal überprüfen, ob der Ball neben das Tor gegangen wäre. Es gab den Siebenmeter, den Nike Lorenz rechts bretthoch zum 2:1 (53.) verwandelte. Die USA machten nun mehr auf, versuchten zu pressen. Lauren Moyer sah zwischendurch aber Grün für ein Foul an Rebecca Grote.
Kira Horn brachte einen Konter über links gefährlichen in den Kreis, aber Bing fing ihre Flanke ab (55.). Die USA kamen nach der Unterzahl mal wieder gefährlich in den Kreis, aber Oruz und Müller-Wieland klärten in Gemeinschaftsarbeit. Und so gewannen die DANAS am Ende auch verdient das letzte der vier Pro-League-Heimspiele dieser Serie.

Tore:
1:0    Lena Micheel (10.)
---
-
------
1:1    Taylor West (KE, 45.)
---
2:1    Nike Lorenz (7m, 53.)

Ecken:
GER 5 (keine Tore) / USA 1 (1 Tor)

Grüne Karten:
GER 2 (Gräve, Lorenz) / USA 2 (Manley, Moyer)

Schiedsrichterinnen:
Laureen Delforge (BEL) / Irene Presenqui (ARG)

Videoschiedsrichterin:
Ivona Makar (CRO)

Hauptpartner

Premium-Partner

 

 

Reise-Partner

Pool-Partner