Hintergrund zur FIH Pro LeagueTop Vier für Olympia-Qualifikation im Herbst gesetzt

Knapp an der Sensation vorbeiFIH Pro League Grand Finals, Amsterdam, Halbfinale: Niederlande - Deutschland 2:1 (0:1)

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HONAMAS: Kein Pro-League-FinaleFIH Pro League der Herren in Krefeld: Deutschland–Australien 1:2 (0:0)

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Hintergrund zur FIH Pro League

Top Vier für Olympia-Qualifikation im Herbst gesetzt

18.04.2019 - Bis zu 32 Athleten dürfen in dieser FIH Pro League League Saison eingesetzt werden, Herren-Bundestrainer Stefan Kermas hat aktuell schon 26 Plätze vergeben. Für ihn geht es darum, die Spiele dafür zu nutzen, seinen Kader für die Europameisterschaft im August in Antwerpen zu finden und entsprechend zu entwickeln. „Wir wollen uns hier die nötige Wettkampfhärte holen. Die Pro League bietet uns eine gesicherte Anzahl von Länderspielen gegen Topteams, in denen wir unseren Kader spielerisch entwickeln und auch jungen Spielern eine Chance geben, A-Kader Erfahrung zu sammeln“, erzählt der gebürtige Berliner.

Nichtsdestotrotz ist auch das finale Abschneiden in der Achter-Liga von Bedeutung. Die besten Vier nach je einer einfachen Hin- und Rückrunde erreichen die Endrunde Ende Juni in Amsterdam. Zudem sind diese vier Nationen automatisch für die Olympia-Qualifikationsspiele im Herbst gesetzt. Wer das Final Four jedoch verpasst, muss entweder Kontinentalmeister werden oder auf einen Platz über das Nachrückverfahren nach Weltranglistenposition hoffen. „Unser internes Ziel ist es die Endrunde zu erreichen, auch wenn wir stark annehmen im Falle des Verpassens der Top Vier trotzdem über die Weltrangliste in die Olympia-Quali nachzurutschen“, verrät der Bundestrainer. Seine Devise lautet: „Wir wollen in der Pro League so erfolgreich spielen wie es geht und am Ende möglichst gut abschneiden. Wichtig ist es, hier Punkte für die Weltrangliste zu sammeln.“

Bislang beobachtete Kermas, dass die FIH Pro League sowohl von den Fans als auch von den Organisatoren in Australien, Neuseeland, Argentinien und der Niederlande „total ernst“ genommen wurde und bei Zuschauern wie Spielern sehr gut ankam. Daher hofft er auch auf ein entsprechend begeistertes Publikum im Hockeypark: „Wir tauschen den Reisestress gerne gegen tolle Heimspiele. Die Pro League bietet eine optimale Bühne zum Weiterentwickeln unserer Spielidee und der individuellen Leistung mit dem langfristigen Blick auf Tokio 2020.“

Auch Xavier Reckingers Damen haben das Ziel „in Richtung EM zu wachsen und möglichst viele Weltranglistenpunkte mitzunehmen. Wir wollen auf jeden Fall in den Top Sechs der Welt bleiben“, sagt der Belgier, dessen Team aktuell Fünfter ist. In der FIH Pro League bescheinigt er den Niederländerinnen und den Argentinierinnen einen kleinen Schritt voraus zu sein: „Alle anderen sieben Nationen liegen aber eng beieinander, am besten lassen wir davon noch fünf hinter uns.“

Im November, Dezember und Januar hat der Damen-Bundestrainer den Fokus auf die Athletikentwicklung gesetzt, nun haben sich seine Damen in den ersten vier Pro League –Spielen schon taktisch einiges erarbeitet. Bis zum Osterwochenende muss nun jede Athletin an individuellen Zielen, die sie vom Trainerteam erhalten hat, feilen. Ähnlich wie bei den Herren muss auch Reckinger bei der Nominierung Rücksicht auf die Spielerinnen vom Club an der Alster und dem UHC Hamburg, die am Osterwochenende den EuroHockey Club Cup spielen, nehmen. „Bislang haben wir es geschafft, den Spielerinnen die nötigen Ruhepausen zu geben. Ich habe bereits 27 Athletinnen eingesetzt, wovon sechs ihr erstes Länderspiel gemacht haben. Wir hatten immer einen wettbewerbsfähigen Kader, in dem sich die Spielerinnen auch im Hinblick auf die EM empfehlen konnten“, berichtet der 35-Jährige. „Auch in Mönchengladbach werden wir wieder eine Mischung aus erfahrenen und neuen Spielerinnen an den Start schicken.“

Im Mai und Juni wird das deutsche FIH Pro League –Spektakel dann mit Heimspielen gegen Argentinien, Neuseeland, Spanien, Belgien und Australien in Krefeld fortgesetzt.

Die Eintrittspreise sind durchweg moderat gestaltet. Für nur 12,50 Euro (ermäßigt 10,00 Euro) gibt es die Einzelspieltags-Tickets zu kaufen, die Doppelspieltage kosten 25,00 Euro (ermäßigt 20,00 Euro). Zudem gibt es auch die Möglichkeit, Familien-, Dauer- oder VIP-Karten zu erwerben.