EM: Remis nach SteigerungEM der Damen in Antwerpen, Vorrunde: Deutschland - England 1:1 (0:1)

Dem Weltmeister unterlegenEuropameisterschaft der Damen in Antwerpen, Finale: Deutschland - Niederlande 0:2 (0:1)

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Frust nach erneutem 4. PlatzEuropameisterschaft der Herren in Antwerpen, Spiel um Platz 3: Deutschland - Niederlande 0:4

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DANAS: Remis nach starker Leistungssteigerung

EM der Damen in Antwerpen, Vorrunde: Deutschland - England 1:1 (0:1)

19.08.2019 - Die deutschen Damen haben im zweiten EM-Gruppenspiel gegen Olympiasieger England 1:1-Unentschieden (0:1) gespielt. In der ersten Hälfte hatten die Engländerinnen mehr vom Spiel, waren etwas aggressiver und griffiger unterwegs, so dass die Pausenführung auch verdient war. Die zweite Hälfte dominierte das DHB-Team jedoch sehr deutlich, hatte insgesamt fünf Ecken und viele Torschüsse – von denen einer an den Innenpfosten ging und einer auf der Linie von einer Verteidigerin geklärt wurde. Letztlich stand „nur“ der Ausgleich durch Hannah Gablac zu Buche. Damit braucht das DHB-Team am Mittwoch um 12.15 Uhr gegen Irland einen Punkt für die Halbfinalteilnehme und einen Dreier zum Gruppensieg.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Es hat klar an der Energie gelegen, die wir in der ersten Halbzeit investiert haben. Das war nicht genug. Ich bin froh, dass es in der zweiten Hälfte eine klare Steigerung gegeben hat. Das nehmen wir mit ins Irland-Spiel. Da erwarte ich ein ähnliches Spiel. Und sie hätten im Spiel gegen England eigentlich auch gewinnen können. Es ist jetzt wie ein Viertelfinale für uns, auf das wir uns genau vorbereiten werden.“
Kira Horn: „Wir haben gebraucht, um ins Spiel zu finden, haben in der Halbzeit auch nochmal gesagt, dass wir uns zusammenreißen müssen und zeigen wollen, das Spiel an uns reißen zu können. Wäre das Spiel noch länger gewesen, hätten wir auch noch gewonnen. Da bin ich mir sicher. Der Fokus liegt jetzt auf Irland. Wir wollen jedes Spiel hier gewinnen und Erster in der Gruppe werden. Das ist das Ziel.“
Pia Maertens: „Wir hatten super viel Kreiseintritten, Chancen und Schüsse, so dass es fast ärgerlich ist, dass wir nur einen Punkt geholt haben. Trotzdem ist es auch wichtig, dass wir am Ende den Rückstand noch egalisieren konnten und nicht eventuell noch ein dummes Tor in der Schlussphase bekommen haben. Gegen Irland habe ich persönlich noch nie gespielt, aber wenn wir beide Halbzeiten da so spielen wie heute in der zweiten, sollte es klappen, drei Punkte zu holen.“

Die Engländerinnen begannen aggressiv und versuchten die DANAS mit hohem Pressing unter Druck zu setzen. Doch die Deutschen zeigten sich unbeeindruckt, holten mit dem ersten Konter gleich eine Strafecke (3.), die aber als Überraschungsvariante misslang, auch weil die Schiedsrichterin die Herausgabe zurückpfiff. Im nächsten Angriff hätte es klingeln müssen, als der Ball aus dem Gewühl vor Tor zu Kira Horn zurücksprang, die mit dem Schrubber aber nur das Außennetz traf (4.).
England dann wieder mit eigenen Offensivaktionen, wobei die Abwehr der DANAS sehr gut stand, keine Schusschancen zuließ. Ein Tackle von Amelie Wortmann brachte ihr dann aber Grün und die erste Ecke für England, welche Julia Sonntag aber sicher aus der Luft fischte (9.). Die Deutschen überstanden auch die Unterzahl ohne Schaden. England hatte etwas mehr Ballbesitz in der Schlussphase des Viertels, aber kein Team war so überzeugend im Kreis, dass es die Führung verdient gehabt hätte.
England hatte aber auch im zweiten Viertel den etwas griffigeren Start, kam besser in den Kreis als die Deutschen. Es ging trotzdem viel hin und her, ohne dass ein Team richtig gefährlich aufs Tor schießen konnte. Rebecca Grote sah dann Grün für ein Tackling. In deutscher Unterzahl ging ein englischer Schrubber knapp links neben das deutsche Tor (23.). Und nach Rechtsangriff fiel dann auch das 0:1 (24.), als Lilly Owsley am langen Pfosten freistand und hoch ins obere rechte Eck einschlenzte.
Rebecca Grote verletzte sich bei einem Zusammenprall am englischen Kreis und musste draußen behandelt werden. Kurz darauf sah Owsley Grün wegen Ball Wegspielens. Die Deutschen spielten die Überzahl gut und geduldig aus, aber England stand in der Phase so tief, dass kaum ein Durchkommen war. So ging es mit dem knappen, aber nicht unverdienten 1:0 für England in die Pause.

Die Deutschen schafften es, nach ein paar Minuten im dritten Viertel Spielkontrolle zu übernehmen und Akzente zu setzen, aber es gelang zu selten, wirklich Gefahr beim Kreiseintritt zu erzeugen. Pia Maertens zeigte einen tollen Sololauf über rechts, aber ihre gute Flanke lief im Kreis an Freund und Feind vorbei (39.). Kurz danach hatte Lena Micheel eine Riesenchance nach tollem Solo über links. Kira Horn holte dann die zweite Ecke (40.), die im Nachschuss von Grote gehalten wurde, Maertens stach einen zweiten Nachschuss knapp rechts daneben.
Das 1:1 lag in der Luft. Pieper prüfte die zweifache Welttorhüterin Maddy Hinch mit einem krachenden Rückhandvolley und traf im nächsten Angriff mit einem glasharten Schlag nur den linken Innenpfosten (42.). Kurz darauf lief die Kugel erneut vor Hinchs Kickern vorbei – es brannte nun lichterloh im englischen Kreis.
Nike Lorenz bekam im Zweikampf einen Schläger an die Stirn, musste draußen behandelt werden (43.). Im Konter schossen die Engländerinnen dann nach langer Zeit mal wieder aufs Tor, doch der Schuss ging deutlich links neben das Tor. Anne Schröder versuchte es aus der Drehung von rechts, aber Hinch klärte auf Kosten der dritten Ecke (45.). Doch Laura Unsworth holte die Kugel für die geschlagene Hinch von der Linie. Doch im nächsten Angriff fiel der längst verdiente Ausgleich, als Anne Schröder an den linken Pfosten flankte, wo Hannah Gablac die Kugel ins Tor stach (45.).
Die DANAS mit der nächsten gefährlichen Aktion, als ein Querpass von Pieper vor Tor gerade noch ins Aus geklärt werden konnte (49.). Nach starkem Schuss von Lorenz gab es die vierte Ecke (50.), die aber stark abgelaufen wurde. Die Deutschen hatten nun mehr vom Spiel. Es gab die fünfte Ecke (53.), bei der Grotes Flachschlenzer noch knapp rechts neben das Tor abgefälscht wurde. Es brannte erneut vor Hinch, als erst Schröder und dann Wortmann den Ball gefährlich in den Kreis trugen – inzwischen mussten die Engländerinnen froh sein über das Remis.
England nahm eine Minute vor Ende einen Videobeweis für eine Behinderung im Kreis, doch verlor damit das Anrufungsrecht. Es blieb letztlich beim 1:1.

Tore:
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0:1    Lilly Owsley (24.)
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1:1    Hannah Gablac (45.)
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Ecken:
GER 5 (kein Tor) / ENG 1 (kein Tor)

Schiedsrichterinnen:
Laurine Delforge (BEL) / Claire Druijts (NED)

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